Kein ICE-Werk im Raum Nürnberg
Seit Herbst 2020 prüfte die DB knapp 100 mögliche Standorte für ein neues ICE-Werk im Raum Nürnberg. Drei Standorte brachte die DB bei der Regierung von Mittelfranken ins Raumordnungsverfahren ein. Als raumverträglich hat die Behörde im Februar einzig den Standort der ehemaligen Heeresmunitionsanstalt (MUNA) Feucht bewertet. Die Flächen Allersberg und MUNA Süd schieden aus. Nun steht fest: Auch der Standort Feucht bietet angesichts einer ökologisch hochwertigen und geschützten Fläche keine Erfolgsaussichten auf eine Baugenehmigung für ein neues Instandhaltungswerk. Sie hätten nur bestanden, wenn ein zwingender Sanierungsbedarf nachgewiesen worden wäre und eine Kampfmittelräumung hätte folgen müssen. Die DB hatte das Gelände der ehemaligen Heeresmunitionsanstalt, auf dem im und nach dem 2. Weltkrieg Munition produziert, gelagert und entschärft wurde, in den vergangenen Monaten intensiv geprüft und Erkundungen zum Grundwasser und zu Kampfmitteln durchgeführt. Im Ergebnis ergibt sich kein Sanierungsbedarf.
Die zweijährigen Planungen für ein ICE-Werk im Raum Nürnberg werden eingestellt und die DB prüft alternative Optionen.