TCS in Österreich
ETCS Level 2 ohne Signale (Grafik: Wikipedia/bukk, bearb. eb).Siemens Mobility und die ÖBB automatisieren das österreichische Schienennetz. Ziel der ÖBB ist es, die Leistungsfähigkeit des Gesamtsystems Bahn in Österreich bis 2040 zu verdoppeln.
Siemens Mobility und ÖBB-Infrastruktur vereinbarten am 22. August 2023 eine langfristige Zusammenarbeit in Form eines Rahmenvertrages. In den Ausbau des Schienennetzes mit dem Zugbeeinflussungssystem ETCS (Eurpean Train Control System) Level 2, die Einrichtung von ETCS-Streckenzentralen RBC (Radio Block Centre), die künftig redundant ausgelegt werden sowie die Instandhaltung und Servicierung dieser Einrichtungen werden 400 Mio. EUR investiert. Bis 2038 sind 21 ETCS-Streckenzentralen geplant, mit denen das hochrangige Streckennetz Österreichs ausfallsicher abgedeckt wird.
Anfang August 2023 wurde das ETCS Level 2 auf der 57 km langen Strecke Linz – Wels – Vöcklabruck und der Strecke Wels – Haiding auf Basis dieses Rahmenvertrages in Betrieb genommen. Die zugehörige ETCS-Streckenzentrale befindet sich in Wien. Züge auf diesem Abschnitt werden in Linz überwacht. Das System kontrolliert Abstände, die Fahrtrichtung und die Geschwindigkeit der Züge in Echtzeit. So ist es möglich, auf dem Streckenabschnitt mehr Züge, Personen- wie Güterverkehr, zuverlässiger, pünktlicher und sicherer fahren zu lassen.
Diese Vorteile wirken bereits auf den mit ETCS ausgerüsteten Strecken Wien – Breclav, Wien – St. Pölten und Kufstein – Brenner. Ziel ist es, alle österreichischen Hochleistungsstrecken und Hauptverbindungen mit ETCS Level 2 auszurüsten. Insgesamt sind im Rahmenplan unter dem Titel „ETCS und Zugbeeinflussung“ 900 Mio. EUR vorgesehen.