Elektrische Bahnen
(Quelle: Frauscher)

Umstrukturierungen bei Frauscher

Infolge des Ausbaus seiner internationalen Aktivitäten steigerte das Unternehmen seinen Umsatz und Gewinn auf einen historischen Höchststand: 2016 konnte Frauscher den Auftragseingang um knapp 80 Prozent auf 77,0 Millionen Euro steigern.

Um dem Investitionsbedarf in Technologien und neue Märkte auch weiterhin gerecht werden zu können, haben sich Michael Thiel, CEO, und sein Management-Team für eine Umstrukturierung des Unternehmens entschieden. Infolge eines Management-buy-outs (MBO) wurde die Unternehmensgruppe durch das bestehende Management, unter Beteiligung der Greenbriar Equity Group LLC, übernommen. „Dies war ein wichtiger Schritt, um das kontinuierliche und vor allem nachhaltige Wachstum der gesamten Frauscher Gruppe langfristig zu sichern“, betont Thiel.

Zukunft des Trackings

Darüber hinaus stellte Frauscher im vergangenen Jahr abermals seine Innovationskraft unter Beweis – mit der Einführung der Frauscher Tracking Solutions FTS, einer neuen Produktlinie basierend auf Distributed Acoustic Sensing (DAS). Als erstes Unternehmen überhaupt kombiniert Frauscher diese neue Technologie mit bewährten Raddetektionssystemen und Achszählern, was seinen Kunden mit nur einer einzigen Lösung eine ganze Reihe neuer Anwendungsmöglichkeiten eröffnet. Nicht ohne Grund wurde FTS auf der InnoTrans 2016 in Berlin als eine der interessantesten und vielversprechendsten Innovationen gehandelt. Inzwischen haben mehrere Betreiber, Systemintegratoren und Forschungsinstitute ihr Interesse an einer Weiterentwicklung dieser Technologie bekundet. Im Zuge dessen wurden bereits über zehn Installationen umgesetzt, Tendenz steigend.

Marktposition nachhaltig stärken

Global kooperiert Frauscher mit mehreren Vertriebspartnern und ist mit zehn Standorten auf der ganzen Welt präsent. Zwei davon, Frauscher Indien und Frauscher Brasilien, konnten ihren Umsatz 2016 mehr als verdreifachen. In Österreich wurden das neue Frauscher Innovation Centre und eine Erweiterung der Sensorfertigung eröffnet, um die steigende Nachfrage nach Produkten und Service decken zu können. Zusätzlich wurden 2016 so viele neue Mitarbeiter eingestellt wie noch nie – einige von ihnen etwa an den erst kürzlich eröffneten Standorten in Australien oder den USA, wo auch bereits erste größere Projekte realisiert wurden.

„Wenn ich auf die Erfolge von Frauscher in 2016 zurückblicke, bin ich sicher, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Hinsichtlich der Weiterentwicklung von FTS werden wir in naher Zukunft noch mehr Erfahrung sammeln können. Zudem werden noch vor Ende des laufenden Jahres eine Reihe vielversprechender und sehr beeindruckender Projekte mit Raddetektionssystemen und Achszählern realisiert. Weil dieser Trend anhalten wird, stellt Frauscher im Laufe des Jahres weitere 80 Mitarbeiter an allen Standorten ein. Darüber hinaus werden wir etwa in Frankreich ein neues Büro eröffnen, um unsere Präsenz vor Ort zu stärken“, resümiert Michael Thiel.

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