Elektrische Bahnen
Citadis; Straßburg; Alstom
Ein modulares Design erlaubt es, die niederflurigen Gelenktriebwagen der Citadis-Reihe in unterschiedlichen Längen nach Anforderungen des Betreibers zu konfigurieren. (Quelle: Alstom)

Alstom liefert zehn weitere Citadis Straßenbahnen für Straßburg

Alstom wird 10 weitere Citadis Straßenbahnen an das Straßburger Verkehrsunternehmen CTS (Compagnie des Transports Strasbourgeois) liefern. Der Auftrag beläuft sich auf einen Betrag von 28 Mio. Euro und ist Teil eines Rahmenvertrages, der im November 2014 unterzeichnet worden ist.

Der erste feste Bestandteil dieser Vereinbarung umfasste die Lieferung von zwölf Citadis Straßenbahnen, die Ende April 2017 den Fahrbetrieb aufnehmen sollen.

Grenzüberschreitender Verkehr

Diese Straßenbahnen sind für die Erweiterung der Linien A und D vorgesehen und werden das Stadtzentrum von llkirch-Graffenstaden bedienen, das sich in den letzten Jahren rapide entwickelt hat. Sie werden auch auf der grenzüberschreitenden Strecke zwischen dem Zentrum von Straßburg und Kehl in Deutschland verkehren. Es handelt sich dabei um die ersten Straßenbahnen in Frankreich, die auf ihrer Strecke eine Grenze passieren. Die ersten technischen Prüffahrten auf dem deutschen Teilstück der Linie D beginnen heute mit den neuen Citadis Straßenbahnen. Alstom ist auch verantwortlich für die Konstruktion und Installation der Oberleitung für die Erweiterung der Linie D nach Kehl sowie für die Verlegung der 300 m langen Gleisstrecke auf der Rheinbrücke.

Fahrgäste bestimmten über Außendesign

"Das Außendesign des Fahrerstandes wurde von den Fahrgästen ausgewählt, womit die Straßburger Straßenbahn zeigt, dass Alstoms Citadis Reihe auf bewährter Technik basiert und gleichzeitig sehr individuell gestaltet werden kann”, sagt Jean-Baptiste Eyméoud, Präsident von Alstom in Frankreich.

Erstmals nach BoStrab genehmigt

Die Citadis Straßenbahnen von Straßburg werden die ersten sein, die nach der deutschen BoStrab Verordnung über den Bau und Betrieb von Straßenbahnen in Deutschland genehmigt werden. Die Straßenbahnen werden 45 m lang sein und eine Fahrgastkapazität von 288 Personen aufweisen. Sie werden mit LED-Beleuchtung und vollverglasten Türen ausgestattet sein, was Fahrgastkomfort und -sicherheit erhöhen soll. Um den Bedürfnissen von Personen mit eingeschränkter Mobilität gerecht zu werden, sind die Straßenbahnen mit leicht zugänglichen Tasten zum Öffnen der Türen, mit breiteren Sitzen und mit Bereichen ausgestattet, die Rollstuhlfahrern und Kinderwagen vorbehalten sind.

Die Straßenbahnen werden hauptsächlich in Frankreich gebaut: La Rochelle (Konstruktion und Montage der Straßenbahnen), Ornans (Konstruktion und Fertigung der Motoren), Le Creusot (Drehgestelle für Mittelwagen), Tarbes (Elemente der Antriebskette), Villeurbanne (elektronische Ausrüstung), Saint-Ouen (Design) – und in Deutschland am Standort Salzgitter, wo die Drehgestelle für die Fahrerstände gefertigt werden. (kfg)

Verwandte Themen
Grube neuer HHLA-Vorsitzender
Ex-Bahn-Chef Grube ist neuer Vorsitzender des HHLA-Aufsichtsrates weiter
Unwetterschäden bei der DB
Unwetterschäden durch Tief Paul sorgen weiterhin für Behinderungen weiter
Citylink-Bahnen C15 Chemnitzer Modell
Linie C15 Chemnitz - Hainichen in Betrieb genommen weiter
Bombardier Aventra Zug
Aventra-Züge: Bombardier erhält Großauftrag aus Großbritannien weiter
ICE 4 Vibrationen
Bahn-Dementi: Regelbetrieb des ICE 4 ab Dezember 2017 nicht gefährdet weiter
Bahnsteckverbinder für sichere Kontaktverbindung
Neuer Smiths Interconnect REP Bahnsteckverbinder für sichere Kontaktverbindung weiter