Elektrische Bahnen
Stausberg; Schaltbau
(Quelle: obs/Bertelsmann AG/Jenny Jacoby)

Schaltbau Holding AG: Neuer Vorstandssprecher und Fehlbetrag im Geschäftsjahr 2016

Der Aufsichtsrat der Schaltbau Holding AG hat heute Bertram Stausberg mit Wirkung zum 1. April 2017 und für die Dauer von drei Jahren zum neuen Sprecher des Vorstands ernannt.

Stausberg war zuletzt Co-CEO der Bertelsmann Printing Group und davor CEO der Bertelsmann-Einheiten Be Printers und Prinovis. Er verfügt über umfassende Erfahrung in der nachhaltigen strategischen Ausrichtung von Technologieunternehmen sowie in der Produktionsoptimierung.

Neue Verantwortung für Stausberg

Stausberg wird für die Ressorts Corporate Development, Marketing und Vertrieb, Technik und Revision verantwortlich sein. Darüber hinaus ist er für die Betreuung von Tochtergesellschaften nach Maßgabe des noch abzustimmenden Geschäftsverteilungsplans zuständig.

Helmut Meyer, der am 24. November zunächst für die Dauer von sechs Monaten vom Aufsichtsrat in den Vorstand delegiert wurde und aktuell das Amt des Vorstandssprechers ausübt, wird dem Vorstand bis auf Weiteres angehören und die eingeleiteten Maßnahmen zur Bereinigung von Problemfeldern unter anderem in Spanien, Brasilien und China zu einem erfolgreichen Abschluss bringen. Dies schließt die Anpassung der Organisationsstruktur an Markterfordernisse, Maßnahmen zur Steigerung der Kosteneffizienz sowie die Stärkung der Managementebene in den operativen Führungsgesellschaften mit ein.

Finanzvorstand Thomas Dippold und der für Mobile Verkehrstechnik zuständige Ralf Klädtke gehören dem Vorstand mit unveränderter Ressortzuständigkeit weiter an. (kfg)

Fehlbetrag im Geschäftsjahr 2016 nach Neubewertung von Auslandsaktivitäten

Die Schaltbau-Gruppe wird das Geschäftsjahr 2016 nach vorläufigen und noch ungeprüften Zahlen voraussichtlich mit einem operativen Verlust (EBIT) in der Bandbreite von 15 bis 17 Mio. EUR bei einem Konzernumsatz von 509 Mio. EUR abschließen. Es wird ein entsprechender Jahresfehlbetrag erwartet.

Die deutliche Abweichung gegenüber der im November 2016 revidierten Prognose (EBIT 10,2 Mio. EUR) resultiert aus der vom neubesetzten Vorstand vorgenommenen, detaillierten Risikobewertung des Projektportfolios der Schaltbau-Gruppe. Dabei fiel die Neueinschätzung des Bahnsteigtüren-Projekts (PSD) in Brasilien mit einer zusätzlichen Belastung von rd. 14 Mio. EUR für Wertberichtigungen auf aktivierte Eigenleistungen sowie Drohverlustrückstellungen ins Gewicht. Das kundenseitig erheblich verzögerte Projekt soll nunmehr in den nächsten drei Jahren abgeschlossen werden.

Drohverlustrückstellungen für zwei Projekte im Bereich Bahnübergangstechnik

Weitere Korrekturen in Höhe von 7,5 Mio. EUR resultieren aus Wertberichtigungen auf aktivierte Eigenleistungen sowie Drohverlustrückstellungen für zwei Projekte im Bereich Bahnübergangstechnik in Ägypten und Dänemark. Die vorgenannten hohen Verluste betreffen das Segment Stationäre Verkehrstechnik unter Führung von Pintsch Bamag. Im Zusammenhang damit ist entsprechend der Geschäfts- und Firmenwert von 1,6 Mio. EUR abzuwerten. Die aufgrund der wirtschaftlichen Bedeutung vorzunehmende Erstkonsolidierung von Tochtergesellschaften belastet das EBIT zusätzlich mit knapp 3 Mio. EUR. Die Liquiditätsausstattung der Schaltbau-Gruppe wird durch die Neubewertung nicht beeinträchtigt. Nach der bilanziellen Bewältigung der projektbezogenen Risiken rechnet der Vorstand für das Geschäftsjahr 2017 mit einem Konzernumsatz zwischen 520 Mio. EUR und 540 Mio. EUR bei einer EBIT-Marge zwischen 3 % und 4 %. (kfg)

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