Elektrische Bahnen
Der Betriebsrat von DB Cargo hat die Pläne des Unternehmens scharf kritisiert
Der Betriebsrat von DB Cargo hat die Pläne des Unternehmens scharf kritisiert (© Deutsche Bahn AG / Uwe Miethe)

"Verschleiern der eigenen Fehlentscheidungen"

Der Gesamtbetriebsrat der Gütersparte DB Cargo hat einem Brandbrief das eigene Management scharf kritisiert. Die Pläne, mehr Güter auf die Schiene zu bringen, seien absolut unausgereift.

Mehr Güterverlagerung von der Straße auf die Schiene - was Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt als Masterplan Schienengüterverkehr Ende Juni in Berlin präsentierte, ist offenbar nicht bei allen Stakeholdern der Bahnunternehmen auf Gegenliebe gestoßen, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet.

Wie jetzt bekannt wurde, hat der Gesamtbetriebsrat der Cargo DB in einem Brandbrief große Zweifel an den Umstrukturierungs-Plänen geäußert. Deutliche Worte findet der Betriebsrat für das Management: "Loks und Wagen fehlen - Kunden werden bewusst enttäuscht." Fehlerhafte, unausgereifte Technik und Personalabbau im vierstelligen Bereich machten noch mehr Verkehrsaufkommen auf der Schiene nahezu unmöglich. "Die Planzahlen des Vorstands haben nichts mit der Realität vor Ort zu tun", heisst es weiter.

Die DB rechtfertigte die Kritik über fehlende Loks und Züge mit dem Hinweis auf Unwetter und Brandanschläge, weshalb es zu "Rückstaus" gekommen sei. Gleichzeitig hieß es auch: "Der Umbau braucht Zeit."

Der Masterplan Schienengüterverkehr sieht unter anderem die Senkung der Trassenpreise vor - dafür sollen im Haushaltsjahr 2018 350 Millionen Euro bereitgestellt werden. (ah)

 

 Quelle: sueddeutsche.de

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