Elektrische Bahnen
ABB in Südafrika
Fertigungsanlage für Traktionstransformatoren: In dem Werk werden bis Ende 2017 voraussichtlich 60 Mitarbeitende beschäftigt sein. (Quelle: ABB)

ABB eröffnet Fertigungsanlage für Traktionstransformatoren in Südafrika

In der neuen Anlage werden Traktionstransformatoren für Schienenfahrzeuge gebaut, um den weiteren Ausbau des expandierenden südafrikanischen Eisenbahnnetzes zu unterstützen.

ABB hat  eine neue Fertigungsanlage für Traktionstransformatoren am südafrikanischen Hauptsitz in Longmeadow, Johannesburg, eingeweiht.

Ulrich Spiesshofer, CEO von ABB, eröffnete das neue Werk zusammen mit Lionel October, dem Leiter der örtlichen Industrie- und Handelskammer. „ABB ist stolz auf diese neue Fertigungsanlage für Traktionstransformatoren in Südafrika. Wir bekräftigen damit unsere Unternehmensphilosophie, Produktionsanlagen in Kundennähe zu errichten“, sagte ABB CEO Ulrich Spiesshofer in seiner Rede anlässlich der Eröffnung. „Dies unterstreicht den Fokus unserer Next-Level-Strategie, die Präsenz in Afrika auszuweiten und unterstützt unser fortwährendes Engagement für nachhaltige Mobilität.“

Bau von Traktionstransformatoren für Schienenfahrzeuge

In der neuen Anlage werden Traktionstransformatoren für Schienenfahrzeuge gebaut, um den weiteren Ausbau des expandierenden südafrikanischen Eisenbahnnetzes zu unterstützen. Traktionstransformatoren leiten Energie mit sicheren Spannungswerten zu den wesentlichen Fahrzeugfunktionen wie Antrieb, Bremsen, Beleuchtung, Heizung, Lüftung, Passagierinformationstechnik, Signaltechnik und Kommunikation.

Erster Großauftrag steht

In dem 2450 m2 großen Werk werden bis Ende 2017 voraussichtlich 60 Mitarbeitende beschäftigt sein. Der erste Grossauftrag für die neue Anlage ist die Lieferung von Traktionstransformatoren für 240 Elektro-Lokomotiven von Bombardier umfassen. Mit der lokalen Fertigung dieser Antriebseinheiten werden zudem die Anforderungen der südafrikanischen Regierung im Hinblick auf lokale Beschaffung und Beschäftigung erfüllt.

Südafrika investiert seit 2012 in die Entwicklung des Bahnnetzes mit dem Ziel, die Wirtschaft zu regenerieren, Arbeitsplätze zu schaffen sowie die aufwändige Umstellung des Personen- und Güterverkehrs von der Strasse auf die Schiene zu unterstützen. Der Ausbau des südafrikanischen Bahnnetzes soll außerdem die das Land bei seiner Vision unterstützen, ein bedeutendes Logistikzentrum in der afrikanischen Subsahara-Region zu werden.

ABB kann auf mehr als 130 Jahre Erfahrung in der Fertigung von Traktionstransformatoren zurückblicken, die über die Hälfte aller elektrischen Lokomotiven und Züge weltweit antreiben. Im Rahmen des kontinuierlichen Engagements für Innovation hat ABB vor kurzem Effilight auf dem Markt gebracht. Effilight ist die neue Generation von Traktionstransformatoren, die sich durch ein patentiertes Hightech-Zelldesign auszeichnen, mit dem die erforderliche Ölmenge ohne Funktionseinbussen um bis zu 70 Prozent reduziert werden kann. Um dem höheren Bedarf an Energieeffizienz Rechnung zu tragen, hat ABB das Design so optimiert, dass der Ladungsverlust um 25 Prozent im Vergleich zu einem herkömmlichen Transformator des gleichen Gewichtsreduziert wurde. ABB ist in 23 afrikanischen Ländern aktiv und beschäftigt auf dem Kontinent rund 5.000 Mitarbeitende.

Stipendien und Praktika für talentierte Ingenieure

Als führendes Technologieunternehmen mit weltweiten Kunden in der Energieversorgung, der Industrie und im Transport- & Infrastruktursektor unterstützt ABB das Wachstum Afrikas mit innovativen Lösungen, die auf die Herausforderungen vor Ort zugeschnitten sind: vom Zugang zu Elektrizität über die industrielle Entwicklung bis hin zu nachhaltigem Transport. Im Rahmen ihres Engagements für Afrika bietet ABB Stipendien und Praktika für talentierte Ingenieure, die zur Beendigung ihres Studiums auf finanzielle Unterstützung angewiesen sind. ABB erwirtschaftet in Afrika einen Jahresumsatz von rund 1,5 Mrd. US-Dollar und unterhält Produktionsbetriebe in Ägypten und Südafrika.

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