Elektrische Bahnen
(Quelle: DB)

Neues Zug-Werk von DB Regio in München-Pasing eröffnet

Mit der symbolischen Einfahrt des ersten Zuges ist die neue Werkstatt für Nahverkehrszüge von DB Regio Bayern feierlich eröffnet worden. Die Fahrzeughalle ist 207 Meter lang und 56 Meter breit, sowie mit 5 Gleisen ausgestattet - 4 davon mit Fahrdrähten.

In den nächsten Monaten werden die 150 Mitarbeiter an den Anlagen geschult. Bis Ende des Jahres geht die moderne Fahrzeughalle in Betrieb, sie ersetzt das mehr als 70 Jahre bisherige Bahnbetriebswerk in Pasing. Die Bahn investiert ca. 50 Millionen Euro. Mit dem neuen Werk kann DB Regio Bayern deutlich effizienter seine Züge warten und instand setzen. Neu sind fest installierte, vier Meter hohe Dacharbeitsbühnen. Damit können die Fahrzeuge auf mehreren Ebenen gleichzeitig gewartet werden. Die Züge sind dadurch weniger lange in der Werkstatt und wieder schneller im Einsatz. Da die neue Halle über Oberleitungen (Stromschienen) verfügt, fahren die Elektrozüge eigenständig ohne aufwändige Rangierarbeiten in das neue Werk hinein – also deutlich leiser als bisher.

Zeitersparnis: Gleichzeitige Wartung auf mehreren Ebenen

Die neuen Anlagen sind auch ökologisch auf dem neuesten Stand. Energie wird durch Geothermie gewonnen. Der CO2-Ausstoß verringert sich um bis zu 80 Prozent. Eine LED-Beleuchtung sorgt für Einsparungen bis zu 30 Prozent. Auch in Sachen digitaler Ausrüstung entspricht die neue Werkstatt den aktuellen Ansprüchen. So gehört unter anderem ein teilautomatisiertes Lager mit neuem Lagerverwaltungssystem zur künftigen Ausstattung.

Das neue Werk in Zahlen

  • 207 Meter lange und 56 Meter breite Fahrzeughalle mit 5 Gleisen, 4 davon sind mit Fahrdrähten ausgestattet
  • 4 Meter hohe Dacharbeitsbühnen Wartung und Instandhaltung von ca. 15 Lokomotiven, 100 Reisezugwagen und 55 Elektrotriebzügen der Baureihen 442 und 445 190 Meter langer Verwaltungs- und Sozialtrakt
  • Mitarbeiter: 150

Die Baumaßnahme in Zahlen

  • ca. 3.700 Meter neue Gleisinfrastruktur zur Zuführung der Züge
  • ca. 10.000 Quadratmeter neue Straßenfläche
  • ca. 63.000 Tonnen Erdmassenaushub für den Hochbau
  • ca. 74.000 Tonnen Erdmassenaushub für den Tief- und Gleisbau
  • ca. 3.700 Meter verlegte Oberleitungen
  • ca. 2.000 Meter verlegte Kabelstränge (z.B. Kabelkanal)
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