Elektrische Bahnen
Die SPL Powerlines Germany ist mit der Elektrifizierung der 37,6 km langen Strecke zwischen Riegel-Malterdingen, Gottenheim und Breisach beauftragt worden. (Quelle: Kaiserstuhlbahn)

Powerlines übernimmt Elektrifizierung der Kaiserstuhlbahn

Die seit über 120 Jahren in Betrieb stehenden Kaiserstuhlbahn wird nun erstmals elektrifiziert. Powerlines Tochtergesellschaften aus Deutschland und Österreich wickeln das Großprojekt ab.

Die Powerlines Group GmbH ist über ihre Tochtergesellschaft SPL Powerlines Germany GmbH von der SWEG Schienenwege GmbH mit der Elektrifizierung der Kaiserstuhlbahn beauftragt worden. Die SPL Powerlines Germany und die SPL Powerlines Austria wickeln das Großprojekt gemeinsam ab.

Erstmalige Elektrifizierung der Kaiserstuhlbahn

Im Rahmen des „Breisgau-S-Bahn 2020 Nahverkehrskonzepts“ werden große Teile der Bahnstrecken im Großraum Freiburg in Baden-Württemberg um- und ausgebaut sowie elektrifiziert. Teil dieses Programms ist auch die erstmalige Elektrifizierung der Kaiserstuhlbahn. Die Kaiserstuhlbahn wurde bereits 1894/95 eröffnet, auf der Strecke finden heute Personennah- und Güterverkehr ebenso statt wie ein Museumsbahnbetrieb – der Rebenbummler. Die Elektrifizierung der Strecke ist notwendig, um die Züge der Kaiserstuhlbahn mit den künftig ebenfalls elektrisch betriebenen Zügen der Breisacher Bahn sowie mit den Zügen der heute bereits elektrisierten Höllentalbahn zu verknüpfen.

Projekt soll im Dezember 2018 beendet sein

Die SPL Powerlines Germany ist mit der Elektrifizierung der 37,6 km langen Strecke zwischen Riegel-Malterdingen, Gottenheim und Breisach beauftragt worden. Das Projekt ist in drei Teillose aufgeteilt und wird bis Dezember 2018 abgeschlossen sein. Der Auftrag umfasst unter anderem den Bau von 91 Ortbetonfundamenten und die Errichtung von 412 Großrohrrammgründungen sowie 305 Großrohrbohrgründungen, die mit Rücksicht auf die Anwohnerinnen und Anwohner möglichst lärmreduziert umgesetzt werden. Auf der Strecke werden über 800 Maste verschiedener Dimensionen sowie 99 feste und bewegliche Abspannungen installiert. In den drei Losen werden insgesamt 55 km Kettenwerk der Bauart Re100, 18 Streckentrenner und über 1.400 Erdungen montiert.

Deutsch-Österreichische Zusammenarbeit

Gerhard Ehringer, CEO der Powerlines Group: „Auf der Kaiserstuhlbahn werden deutsche und österreichische Fahrleitungsmonteure arbeiten. Während Deutschland vor allem für das Maststellen inklusive der notwendigen Gründungsarbeiten zuständig sein wird, werden die österreichischen Powerlines-Monteure das Kettenwerk auf der Strecke montieren. Das Projekt verdeutlicht sehr schön unsere hervorragende internationale Zusammenarbeit, die es uns ermöglicht, Großprojekte in höchster Qualität und In-Time abzuwickeln.“

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