Elektrische Bahnen
Go Ahead betreibt ab Dezember 2019 die Stecke Stuttgart - Nürnberg. Mit insgesamt rund 1,3 Millionen Zugkilometern wird das Netz insbesondere von Pendlern genutzt. (Quelle: Go Ahead)

Go Ahead betreibt ab Dezember 2019 die Strecke Stuttgart - Nürnberg

Von Dezember 2019 an soll die Go Ahead Verkehrsgesellschaft Deutschland GmbH, einer Tochter der gleichnamigen britischen Bahngesellschaft, mit einem Zwei-Stunden-Takt mit durchgängigen Nahverkehrszügen die Strecke zwischen Stuttgart und Nürnberg bedienen.

Die Vergabekammer beim Regierungspräsidium Karlsruhe hat die Entscheidung im Wettbewerb um den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) auf der Strecke Stuttgart – Schwäbisch Hall – Nürnberg bestätigt. 

Der Einspruch eines Mitbewerbers gegen die geplante Vergabe wurde abgewiesen. Der Mitbewerber hatte den Einspruch damit begründet, die von Go Ahead geplante Raumaufteilung in den Zügen – insbesondere die Gestaltung der Mehrzweckbereiche – entspreche nicht der Ausschreibung. Diese Einwände ließ die Vergabekammer nicht gelten, wie das Verkehrsministerium mitteilte. Der Beschluss der Vergabekammer kann binnen zwei Wochen beim Oberlandesgericht Karlsruhe angefochten werden. Dies wäre dann die letzte Instanz.

Go Ahead: Regionaler Zugverkehr zwischen Stuttgart und Nürnberg

Mit insgesamt rund 1,3 Millionen Zugkilometern wird das Netz insbesondere von Pendlern genutzt und ist eine wichtige Verbindung der Regionen. Auf der Strecke, die Teil des künftigen Metropol-Express Netzes ist, werden Züge vom Typ Stadler Flirt3XL eingesetzt. Nach dem Gewinn der Strecken Rems-Fils und Franken-Enz im Stuttgarter Netz ist es der zweite Auftrag für Go-Ahead in Deutschland.

Ein Sprecher des Verkehrsministeriums äußerte sich erfreut über die Entscheidung der Vergabekammer und appellierte an den unterlegenen Bieter, von einer Fortsetzung des Rechtsstreits abzusehen: „Im Interesse der Fahrgäste muss es jetzt darum gehen, dass der neue Anbieter Go Ahead die Betriebsaufnahme des regionalen Zugverkehrs zwischen Stuttgart und Nürnberg rasch vorbereiten kann." Der Vertrag läuft 13 Jahre.

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