Elektrische Bahnen
Der eMobility-Pionier AKASOL aus Darmstadt startet in eine Phase rasanten Wachstums. Alleine am neuen Standort werden Batteriesysteme für 10.000 Fahrzeuge in den kommenden Jahren produziert. (Quelle: AKASOL)

AKASOL eröffnet Europas größte Batteriesystemfabrik für E-Nutzfahrzeuge

AKASOL hat Europas größte Batteriesystemfabrik für elektrische Nutzfahrzeuge mit einer Kapazität von 600 MWh (3.000 E-Busse) pro Jahr eröffnet. Die Darmstädter schaffen damit bis zu 150 Arbeitsplätze in Langen (Hessen).

Auf einer teilautomatisierten Fertigungslinie werden Hochleistungs-Batteriesysteme für Hybrid- und E-Busse produziert. „Wir haben die Herausforderungen der Serienproduktion bewältigt und sind auf die Massenfertigung vorbereitet“, so Sven Schulz, Vorsitzender der Geschäftsführung der AKASOL GmbH. „Überall auf der Welt wird an klimafreundlichen Antrieben und Verkehrssystemen gearbeitet, und leistungsfähige Speicher sind essenziell, um der Elektromobilität zum Durchbruch zu verhelfen“, sagte Hessens Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung, Tarek Al-Wazir während der Veranstaltung. „Hessen braucht innovative Unternehmen, die die Herausforderungen der Zukunft annehmen – denn wir wollen nicht nur die ökologischen, sondern auch die ökonomischen Chancen der Verkehrswende für Wertschöpfung und Beschäftigung in Hessen nutzen. Ich bin sehr froh, dass die Landesregierung mit einem Innovationskredit den Aufbau des neuen Fertigungsstandorts unterstützen konnte.“

AKASOL: Ausstatter für Elektrofahrzeuge

Während AKASOL seit Gründung bis heute ca. 1000 Elektrofahrzeuge mit Batteriesystemen ausgestattet hat, können nun mehr als 10000 Hybrid- oder E-Busse mit den sicheren und zuverlässigen AKAsystem OEM angetrieben werden. Immer mehr europäische Großstädte steigen auf emissionsfreie Busse um: Fahrzeughersteller suchen händeringend nach flexibel einsetzbaren, aber gleichzeitig leistungsstarken und für die hoch-perfektionierte Automobilproduktion geeignete Bat-teriesystemen.

Großaufträge werden folgen

Zwei der führenden Bushersteller Europas haben sich nach ausgiebiger Evaluierungs- und Zertifizierungsphase bereits für die marktführende Technologie von AKASOL entschieden. Dem europäischen Markt für Hybrid- und E-Busse wird ein jährliches Wachstum von mehr als 35 Prozent prognostiziert, da nach den erfolgreichen Tests zahlreicher Flottenbetreiber nun Großaufträge folgen: Wiesbaden will beispielsweise die eigene Busflotte von 220 Fahrzeugen umrüsten und auch europäische Großstädte wie Paris, London oder Hamburg werden ab 2020 nur noch Elektrobusse bestellen.

Gerade öffentliche Auftraggeber scheuen aber oft die im Vergleich zu Dieselfahrzeugen höheren Investitionskosten und verlangen Leasingmodelle. Damit ist die Auswahl des richtigen Lieferanten und Technologien für die OEMs von strategischer Bedeutung. Schulz: „Die Flexibilität, sich heute für eine Batterielösung zu entscheiden, aber vielleicht künftig eine andere Entscheidung zu treffen, bieten nur wir und erfüllen dabei auch sämtliche Performance-, Zuverlässigkeits- und Sicher-heitsanforderungen unserer Kunden.“

Erste Hersteller, der auf eine Flüssigkühlung setzte

Zu den langjährigen Kunden, die sowohl die Technologie- als auch die Beratungskompetenz von AKASOL schätzen, gehören beispielsweise VDL Bus & Coach, Alexander Dennis, Alstom, Bombardier oder Bucher Municipal. Die Namen der beiden neuen Serienkunden dürfen erst im nächsten Jahr benannt werden. „Diese und viele weitere Kunden vertrauen auf die mehr als 25-jährige Expertise unserer Ingenieure mit Lithium-Ionen-Batteriesystemen unterschiedlicher Batterietechnologie und maßgeschneiderter Leistungsfähigkeit“, so Schulz.

AKASOL ist in Fachkreisen als Pionier für eMobility anerkannt. Schon 2008 war das Unternehmen der erste Hersteller, der auf eine Flüssigkühlung setzte, was die Lebensdauer um 30 Prozent steigert. Im Vergleich zur Konkurrenz verfügt AKASOL über die nachhaltige Expertise aller wesentlichen und verfügbaren Technologien unterschiedlicher Batteriezellenhersteller und bietet seinen Kunden damit größtmögliche Flexibilität, sowie langfristige Wettbewerbsfähigkeit. Produziert und entwickelt wird unter höchsten, Sicherheitsstandards, wie sie in der Automobilbranche üblich sind, so das Unternehmen. 

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