Elektrische Bahnen
Unwetterschäden bei der DB
Unwetterschäden durch Tief Paul sorgen weiterhin für Behinderungen im Nah- und Fernverkehr vor allem in Ostdeutschland. (Quelle: Marco Zaremba/Pixelio.de)

Unwetterschäden durch Tief Paul sorgen weiterhin für Behinderungen

Gestern haben Unwetter den Zugverkehr in Nord- und Ostdeutschland beeinträchtigt. Die Bahn arbeitet mit Hochdruck daran, die Schäden zu beseitigen und zum regulären Fahrplan zurückzukehren. Noch kommt es jedoch zu Behinderungen.

In der Nacht hat die Deutsche Bahn mit Hochdruck an der Beseitigung der Unwetterschäden gearbeitet. Der Zugverkehr ist infolge des Sturms in weiten Bereichen im Osten Deutschlands beeinträchtigt. Zahlreiche Züge können nicht an den regulären Startbahnhöfen eingesetzt werden, weil sie gestern wegen des Unwetters ihre Fahrt an anderen Bahnhöfen beenden mussten.

Niedersachsen, Hamburg, Bremen

Der Zugverkehr auf der Strecke Hamburg-Bremen konnte in der Nacht wieder aufgenommen werden. Die Strecke Hamburg-Hannover bleibt voraussichtlich bis in die Mittagsstunden gesperrt. Der Fernverkehr auf dieser Strecke kann über Verden/Rotenburg (W) umgeleitet werden. Mit Fahrzeitverlängerungen muss gerechnet werden. Bei der S-Bahn Hannover verkehren die Linien S1, S2 und S5 mit Betriebsbeginn ohne Einschränkungen.

Nordrhein-Westfalen

Durch einen Oberleitungsschaden zwischen Bielefeld und Gütersloh kann heute Morgen die Ost-West-Verbindung zwischen Berlin und Köln bzw. Düsseldorf nicht durchgehend befahren werden. Der Verkehr wird über Osnabrück umgeleitet. Es kommt zu Fahrzeitverlängerungen.

Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Sachsen

Auch hier kommt es heute noch zu zahlreichen Einschränkungen. Die Strecke Magdeburg-Berlin bleibt voraussichtlich bis in die Mittagsstunden gesperrt. Die Strecke Leipzig-Bitterfeld-Magdeburg ist ebenfalls nicht befahrbar. Die Züge werden über Halle umgeleitet. Die Strecke Magdeburg-Stendal ist nur eingleisig befahrbar. Einschränkungen gibt es noch im Großraum Dresden.

Hotelzüge bereitgestellt

Die DB hatte in der vergangenen Nacht in Hamburg, Hannover, Bremen und Kassel-Wilhelmshöhe Züge bereitgestellt, in denen Fahrgäste übernachten konnten, weil sie ihre Reise nicht fortsetzen konnten. Zusätzliche DB-Mitarbeiter waren im Einsatz, um die Fahrgäste zu betreuen. Die Hotelzüge wurden stark genutzt.

Nach Informtionen der Bahn können die Zugtickets mit Gültigkeit von gestern, 22. Juni, am heutigen Freitag ohne weitere Bescheinigung für die Reise genutzt werden. Diese Regelung gilt auch für Tickets mit Zugbindung. Ergänzend zu den freiwilligen Kulanzregelungen der Deutschen Bahn können Fahrgäste auch die gesetzlichen Fahrgastrechte in Anspruch nehmen.

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