Elektrische Bahnen
BVG Jahresumsatz 2016
Das Jahr 2016 endete für die BVG mit einem Plus von 11,7 Millionen Euro im handelsrechtlichen Jahresergebnis. (Quelle: BVG)

BVG erwirtschaftet auch 2016 wieder Gewinn

Mehr Fahrgäste, mehr Stammkunden, mehr Investitionen in die Zukunft – die BVG ist auch 2016 auf Erfolgskurs geblieben. Deutschlands größtes Nahverkehrsunternehmen zum dritten Mal in Folge mit einem positiven Geschäftsergebnis abschließen.

Die BVG bleibt nachhaltig in den schwarzen Zahlen. Das Jahr 2016 endete für den Konzern mit einem Plus von 11,7 Millionen Euro im handelsrechtlichen Jahresergebnis. Zugleich senkte das landeseigene Unternehmen seinen Schuldenstand um fast 10 Millionen Euro auf jetzt 689 Millionen Euro. Und die BVG investierte weiter kräftig in neue Fahrzeuge, neue Aufzüge, eine leistungsfähige Infrastruktur und moderne Bahnhöfe. Von ca. 402 Millionen Euro im Jahr 2015 stiegen die Gesamtinvestitionen noch einmal deutlich auf stolze 406,7 Millionen Euro im Jahr 2016. „Die BVG ist wirtschaftlich gesund und stellt die Weichen für den Verkehr der Zukunft“, sagte Dr. Sigrid Evelyn Nikutta. „Mit unseren Bussen und Bahnen halten wir unsere Stadt rund um die Uhr verlässlich in Bewegung. Genauso verlässlich sind wir dank der guten wirtschaftlichen Entwicklung aber auch als einer der größten Arbeitgeber Berlins.“

Milliardengrenze der Fahrgastfahrten geknackt

Ein Hauptfaktor für die positive Bilanz war auch 2016 die Entwicklung der Fahrgastfahrten. 2015 hatte die BVG erstmals in der Nachkriegsgeschichte die Milliardengrenze geknackt. Und die Tendenz ist ungebrochen. Mit 1,0454 Milliarden Fahrgastfahrten verzeichnete die BVG binnen Jahresfrist ein weiteres Wachstum um 3,5 Prozent und lag damit weit über dem Durchschnitt der ÖPNV-Branche in Deutschland (laut Verband deutscher Verkehrsunternehmen durchschnittlich plus 1,8 Prozent im Jahr 2016). Besonders erfreulich für die BVG: Immer mehr Menschen setzen dauerhaft und regelmäßig auf Busse und Bahnen als umweltfreundliche und zuverlässige Verkehrsmittel. Die Zahl der Abo-Kunden stieg auf den neuen Rekordwert von 457.000.

Verkehrskonzept der Zukunft

„Wenn wir über das Verkehrskonzept der Zukunft sprechen, spielt die BVG eine entscheidende Rolle“, sagte die Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe und neue BVG-Aufsichtsratsvorsitzende Ramona Pop. „Ein leistungsfähiger und attraktiver Nahverkehr ist einer der Schlüssel für eine lebenswerte Stadt der Zukunft. Dazu gehört ein zeitgemäßes Angebot, das öffentlichen Nahverkehr und Individualverkehr effizient verbindet, dazu gehören klimafreundliche Busse und moderne Stationen. Hand in Hand mit dem Land Berlin ist die BVG dabei auf einem sehr guten Weg – das zeigt nun auch die Bilanz für das Jahr 2016.“

Berlin: Bald flächendeckendes WLAN auf allen U-Bahnhöfen

Die Fahrgäste der BVG profitieren dabei nicht nur von einem hervorragenden Nahverkehrsangebot. Senatorin Ramona Pop: „Öffentlicher Nahverkehr ist heute mehr als von A nach B zu fahren. Wer mobil ist, braucht auch mobile Daten. Deshalb freut es mich sehr, dass es nun bereits auf fast allen Berliner U-Bahnhöfen ein kostenloses WLAN-Angebot gibt. Es ist erklärtes Ziel des Berliner Senats ein berlinweites Angebot an öffentlichen WLAN-Zugängen zu schaffen. Die BVG übernimmt beim Erreichen dieses Ziels eine wichtige Rolle.“ 76 der 173 Stationen sind schon voll ausgebaut. Auf 94 weiteren gibt es eine solide Grundversorgung im Bahnsteigbereich. Lediglich die Bahnhöfe Bismarckstraße, Rathaus Steglitz und Schloßstraße, auf denen aktuell gebaut wird, sind noch nicht versorgt. Und bis Ende 2018 investiert die BVG weiter, um dann auf allen Berliner U-Bahnhöfen flächendeckendes WLAN anzubieten.

Rund 14.400 Mitarbeiter bei BVG beschäftigt

Alle Erfolge wären indes nicht möglich gewesen ohne das große Engagement und das Know-how aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Als wachsendes Verkehrsunternehmen in einer wachsenden Stadt hat die BVG auch beim Personal zugelegt. Rund 14.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren Ende 2016 im BVG-Konzern beschäftigt – Tendenz weiter steigend. „Den Kolleginnen und Kollegen gebührt großer Dank und großer Respekt“, sagte Lothar Stephan. „Sie sind es, die rund um die Uhr dafür sorgen, dass unsere Stadt niemals still steht. Es freut mich sehr, dass die positive Geschäftsentwicklung und die wachsenden Aufgaben sich weiter auch in der Personalentwicklung niederschlagen.“

Verwandte Themen
ABB HGÜ-Technoligie
ABB gewinnt Auftrag für Modernisierung von HGÜ-Verbindung in Skandinavien weiter
10-Punkte-Plan
10-Punkte-Plan für verbesserten Schienenverkehr in Baden-Württemberg weiter
Innovationspreis
Mobility 4.0: Computerplattform menRDC Railway Data Center erhält CNA-Innovationspreis weiter
Bahnmarkt Russland
Russischer Bahnmarkt behauptet sich in schwierigem Umfeld weiter
DB Arriva gewinnt Verkehrsvertrag in den Niederlanden im Wert von 1,6 Milliarden Euro weiter
SPL Powerlines Austria modernisiert Ossiacher-Strecke weiter