Elektrische Bahnen
Die S-Bahn München platzt aus allen Nähten. Mit der Erweiterung der Abstellanlage des S-Bahn-Werkes in Steinhausen wird zusätzlicher Platz für 26 S-Bahn-Triebwagen geschaffen. (Quelle: Peter von Bechen/Pixelio.de)

Mehr Abstellgleise für S-Bahn in München-Steinhausen

Für die Erweiterung der S-Bahn-Abstellanlage in München-Steinhausen wurde nun der Spatenstich gesetzt. Damit soll zusätzlicher Platz für 26 S-Bahn-Triebwagen geschaffen werden.

Bayerns Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann hat heute auf dem Bahngelände München-Steinhausen gemeinsam mit dem Zweiten Bürgermeister der Landeshauptstadt München, Josef Schmid, sowie dem Konzernbevollmächtigten der Deutschen Bahn (DB) für Bayern, Klaus-Dieter Josel, den ersten symbolischen Spatenstich für die Erweiterung der Abstellanlage im S-Bahn-Werk vorgenommen. "Das ist ein wichtiger Baustein für die kontinuierliche Verbesserung des S-Bahn-Verkehrs in München", betonte Herrmann. "Schon heute reichen die Abstellkapazitäten im Werk Steinhausen nicht aus und zukünftig werden noch mehr S-Bahnzüge nach München kommen." Wie Herrmann deutlich machte, ist für den Ausbau der Abstellanlage des S-Bahn-Werks die DB zuständig. "Wir als Freistaat Bayern übernehmen aber mit 96 Prozent den Großteil der Baukosten in Höhe von 71,5 Millionen Euro", kündigte Herrmann an.

Lange Anfahrtswege vermeiden

Wie Herrmann erläuterte, wird mit der Erweiterung der Abstellanlage des S-Bahn-Werkes in Steinhausen um weitere sechs Gleise zusätzlicher Platz für 26 S-Bahn-Triebwagen geschaffen. Diese Fahrzeuge mussten bisher an Stationen auf den S-Bahn-Außenästen abgestellt werden, mit entsprechend langen Anfahrtswegen. "Die DB Regio kann damit die Effizienz noch weiter steigern", so Herrmann. Das sei ein wichtiger Beitrag zur Verbesserung der Betriebsstabilität der S-Bahn München.

Laut Herrmann schafft die Verlegung der Gleise der S8 nicht nur den Platz für die jetzige Erweiterung der Abstellanlage. Sie mache zugleich die Fläche für eine etwaige zweite Baustufe mit weiteren Abstellmöglichkeiten frei, über deren Realisierung aber noch keine Entscheidung getroffen wurde. "Dafür müssen wir zunächst abwarten, wie passend zum Fahrplankonzept der S-Bahn mit 2. Stammstrecke das zugehörige Reinigungs- und Wartungskonzept aussieht", erklärte der Minister.

Gelder trotz 2. Stammstrecke

Abschließend machte Herrmann deutlich, dass die Erweiterung der Abstellanlage im S-Bahn-Werk in Steinhausen ein gutes Beispiel dafür ist, dass kein potenzielles bayerisches Projekt im Rahmen des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes wegen der Finanzierung der 2. Stammstrecke beeinträchtigt wird. "Gemeinsam mit der Deutschen Bahn erarbeiten wir derzeit ein umfassendes Programm 'Bahnausbau Region München'", erläuterte der Verkehrsminister. Momentan befänden sich bereits 48 Einzelmaßnahmen in diesem Programm, wovon sich bereits rund die Hälfte in der konkreten Planung beziehungsweise schon in der Realisierungsphase befindet. "Damit wollen wir den Schienenverkehr in der Metropolregion München und in ganz Südbayern fit für die Zukunft machen", so Herrmann.

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