Elektrische Bahnen
Im Vergleich zum Vorjahr legen Erdgas und Erneuerbare Energien zu, aber der Energieverbrauch bleibt an sich stabil. (Quelle: Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen e.V.)

Energieverbrauch bleibt 2016 stabil

Der Energieverbrauch in Deutschland wird 2016 etwa auf dem Niveau des Vorjahres liegen und eine Höhe von rund 13.350 Petajoule (PJ) oder 455 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten (Mio. t SKE) erreichen.

Das geht aus ersten Schätzungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AG Energiebilanzen) auf Grundlage der Zahlen für den Energieverbrauch der ersten neun Monate hervor.

Der geringfügige Zuwachs geht im Wesentlichen auf den diesjährigen Schalttag, das Wirtschaftswachstum sowie den Bevölkerungszuwachs zurück. Verbrauchsdämpfend wirkten die insgesamt milde Witterung sowie Verbesserungen bei der Energieeffizienz, erklärte die AG Energiebilanzen in einer ersten Einschätzung.

Energieversorgung basiert auf breitem Angebot

Bei der Kernenergie gab es ein Minus von knapp 10 Prozent, was auf mehrere planmäßige Kraftwerksrevisionen und die Außerbetriebnahme des Kraftwerks Grafenrheinfeld Ende Juni 2015 zurückzuführen ist.

Die erneuerbaren Energien erhöhten ihren Beitrag zur Energiebilanz der ersten neun Monate um 1,4 Prozent auf 1.211 PJ oder 41,3 Mio. t SKE. Während die Stromerzeugung aus Wasserkraft (ohne Pumpspeicher) um 10 Prozent zunahm, kam es bei der Windkraft an Land und auf See nur zu einem leichten Anstieg um 2 Prozent. Der Beitrag der Solarenergie (Photovoltaik und Solarthermie) sank dagegen um 2 Prozent. Die Biomasse und die Geothermie steigerten ihren Beitrag um knapp 1 Prozent.

Die Struktur des Energieverbrauchs (Energiemix) wird weiterhin vom Mineralöl (34 Prozent) geprägt. Erdgas deckt mit 22 Prozent mehr als ein Fünftel des Verbrauchs. Die Steinkohle kommt auf einen Anteil von gut 12 Prozent und auf die Braunkohle entfallen rund 11 Prozent. Die erneuerbaren Energien steigerten ihren Anteil leicht auf mehr als 12 Prozent. Insgesamt basiert die deutsche Energieversorgung auf einem breiten Energieträgerangebot. Die AG Energiebilanzen rechnet damit, dass die Anteile am Energieverbrauch der ersten neun Monate im Wesentlichen den Jahreswerten entsprechen. (kfg)

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