Elektrische Bahnen
Citytunnel Leipzig
Mit der Inbetriebnahme des Citytunnels Leipzig am 15. Dezember 2013 wurde das Nahverkehrssystem in der Region grundlegend neu organisiert. (Quelle: Freistaat Sachsen)

Leipziger Citytunnel bringt keinen Zuwachs im ÖPNV

Eine Studie der Technischen Universität Dresden belegt, dass der 2013 eröffnete Citytunnel so gut wie keine Änderung des persönlichen Mobilitätsverhaltens der Leipziger bewirkt.

Mussten bisher die Züge auf der Nord-Süd-Achse die Leipziger Innenstadt großräumig umfahren, geht es künftig direkt darunter hindurch. Auf diese Weise sollte der City-Tunnel Leipzig den gesamten regionalen Zugverkehr schneller, effizienter und komfortabler für die Fahrgäste machen. Die regionalen Schienenanbindungen sowie die verkehrliche Erschließung der Stadt Leipzig sollten verbessert werden, wie auch durch die Nord- Süd-Achse unterhalb des Leipziger Zentrums die Gesamtfahrtzeit auf einigen Strecken um bis zu 40 Minuten verkürzt werden.

Studie widerlegt ehrgeizige Prognosen

Der Anteil des ÖPNV stieg um 0,5 % an, rangiert mit 17,6 % aber weiterhin unter den Zahlen vergleichbarer anderer bundesdeutscher Städte. Während die per Fuß zurückgelegten Wegstrecken auf 25,4 % sanken, stieg der Anteil des Radverkehrs innerhalb von zwei Jahren um 2 % auf 17,3 %. Der Anteil des privaten motorisierten Verkehrs blieb mit 39,7 % konstant. Der innerstädtische ÖPNV in Leipzig wird vor allem mit Straßenbahnen und Bussen abgewickelt. Der größte Teil der mitteldeutschen und sächsischen Regionalbahnverbindungen wird als S-Bahnlinien durch den Citytunnel geführt. Das Umsteigen von Fernverkehrszügen in Regionalzüge und umgekehrt ist umständlicher geworden.

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