Elektrische Bahnen
Umfahrung Schwarzkopfbrücke
(Quelle: DB)

Umfahrungsspange für den Schwarzkopftunnel geht in Betrieb

Mit einem historischen Sonderzug wurden die Umfahrungsspange Schwarzkopftunnel und die insgesamt vier Tunnelbauwerke heute symbolisch in Betrieb genommen. Die Fertigstellung der gesamten Ausbaustrecke Hanau–Nantenbach ist auf Ende 2017 datiert.

Mit einem historischen Sonderzug wurden die Umfahrungsspange Schwarzkopftunnel und die insgesamt vier Tunnelbauwerke heute symbolisch in Betrieb genommen. Im Beisein von Dorothee Bär, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Ministerialdirektor Helmut Schütz, Leiter der Obersten Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr, und Klaus-Dieter Josel, Konzernbevollmächtigter der DB AG für den Freistaat Bayern, rollte der Zug mit weiteren rund 400 Gästen an Bord über die rund acht Kilometer lange neue Strecke zwischen Laufach und Heigenbrücken. Die Arbeiten lagen damit voll im Zeitplan, die Inbetriebnahme der Umfahrungsspange konnte fristgerecht nach nur drei Jahren und 10 Monaten Bauzeit erfolgen, so die DB.

Zukunftsfähige Mobilität

„Mit der Umfahrung des alten Schwarzkopftunnels mit einer neuen Strecke und insgesamt vier Tunnelbauwerken haben wir eine optimale Lösung für Anwohner, Bahnreisende und die Deutsche Bahn geschaffen“, sagte die Parlamentarische Staatssekretärin Dorothee Bär. „Im bundesweiten Eisenbahnnetz ist das ein weiterer wichtiger Baustein für eine nachhaltige, wirtschaftliche und zukunftsfähige Mobilität.“

„Verkehrstechnisch wachsen Würzburg, der Bayerische Untermain und das Rhein-Main-Gebiet noch enger zusammen“, ergänzte Helmut Schütz. Der Leiter der Obersten Baubehörde weiter: „Das ist ein weiterer Meilenstein für noch mehr Attraktivität beim umweltfreundlichen und sicheren öffentlichen Verkehr. Die Fahrgäste profitieren von deutlich schnelleren Zügen, kürzeren Reisezeiten und besseren Anschlüssen.“

Kernmaßnahme der Ausbaustrecke Hanau–Nantenbach

Klaus-Dieter Josel ergänzte: „Der Bau der zweigleisigen Umfahrungsspange Schwarzkopftunnel ist die Kernmaßnahme der Ausbaustrecke Hanau–Nantenbach. Die Inbetriebnahme der neuen Strecke sorgt künftig für einen reibungslosen und komfortablen Reise- und Güterverkehr. Die Deutsche Bahn steigert damit die Leistungsfähigkeit der Gesamtstrecke, zudem wird die Betriebsqualität verbessert und die Reisegeschwindigkeit erhöht.“

Die zweigleisige Umfahrung des rund 160 Jahre alten Schwarzkopftunnels ist die Kernmaßnahme des Gesamtprojekts. Die neue Strecke ist rund acht Kilometer lang und weicht maximal 500 Meter von der alten Strecke ab. Sie verläuft überwiegend in Tunnellage in ost-westlicher Richtung auf den Gemeindegebieten von Heigenbrücken und Laufach. Insgesamt wurden vier Tunnelbauwerke gebaut: der Tunnel Hain (745 Meter), der Tunnel Metzberg (629 Meter), der Tunnel Hirschberg (525/375 Meter) und der Tunnel Falkenberg 2.623 Meter). Die neue Streckenführung ermöglicht eine flache Trassierung und damit eine zugelassene Streckengeschwindigkeit von 160 Kilometer pro Stunde. Aufgrund der überwiegenden Tunnellage werden die Schallimmissionen entlang der Strecke deutlich gemindert und die Bevölkerung in Heigenbrücken, Hain und Laufach künftig erheblich vom Schienenlärm entlastet. Besonders groß ist die Entlastung in Heigenbrücken, da durch den Bau der neuen Trasse der innerörtliche Schienenverkehr wegfällt.

Die Ausbaustrecke Hanau–Nantenbach ist Teil der rund 112 Kilometer langen Main-Spessart-Bahn zwischen Hanau und Würzburg. Mit über 200 Zügen täglich ist diese eine stark frequentierten Strecken im Netz der Deutschen Bahn. Sie verbindet die Wirtschaftszentren des Rhein-Main-Gebietes mit Würzburg und der Region Franken. In dieses Projekt werden rund 450 Millionen Euro investiert. Die Gesamtfertigstellung wird Ende 2017 sein.

Verwandte Themen
Erste Testfahrt zum Campus der Technischen Universität Chemnitz weiter
Pendolino verbindet ab Dezember den D-A-CH-Raum weiter
PANDROL: Delachaux-Gruppe fasst Geschäftsbereiche unter einer Marke zusammen weiter
Eisenbahnverkehrsunternehmen der VTG Schienenlogistik heißt ab sofort Retrack weiter
Unwetterschäden: Verkehrsministerien der Länder fordern Vorsorge- und Informationskonzept... weiter
Minister wollen mehr E-Mobilität auf der Schiene weiter