Elektrische Bahnen

Einführung von Elektrobussen in Europa: Elektrobushersteller vereinbaren Ladeschnittstelle

Die Betreiber des öffentlichen Nahverkehrs bereiten sich auf die Einführung von Elektrobussen in Europa vor. Die Europäischen Normungsorganisationen CEN (Europäisches Komitee für Normung) und CENELEC (Europäisches Komitee für elektrotechnische Normung) sowie die Internationale Organisation für Normung (ISO) und die Internationale Elektrotechnischen Kommission (IEC) begannen mit Standardisierungsaktivitäten, um die Interoperabilität von Elektrobussen mit der Ladeinfrastruktur sicherzustellen.

Die europäischen Normen werden voraussichtlich im Jahr 2019 und die internationalen Normen ein Jahr später in Kraft treten. Viele Städte begannen den Einsatz von Elektrobussystemen. Um den Bedürfnissen dieser Städte gerecht zu werden, haben die europäischen Bushersteller Irizar, Solaris, VDL (Van der Leegte Groep) und Volvo mit den Ladesystemlieferanten ABB, Heliox und Siemens eine offene, transparente und freiwillige Vereinbarung getroffen. Gängige, bevorzugte technische Schnittstellen werden für alle Marktbeteiligten geöffnet und für Elektrobusse mit Zwischenladung an Endhaltestellen und für über Nacht aufgeladene Elektrobusse verwendet. Stromabnehmer, induktive Energieübertragung sowie Kontaktplatten werden an den Haltestellen eingesetzt. Für das Laden von Elektrobussen über Nacht wird die Schnelllade-Norm für Fahrzeuge (CCS) als Basis für den Stecker und für die Kommunikation verwendet. (gra)

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