Elektrische Bahnen
Unter dem Begriff Ökologisches Schneisenmanagement (ÖSM) verbirgt sich ein alternatives Bewirtschaftungskonzept von unter- und oberirdischen Stromtrassen. (Quelle: VDE/FNN)

Ökologisches Trassenmangement unter Stromleitungen angestoßen

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) und die Hochschule Weihenstephan starteten das Forschungs- und Entwicklungsvorhaben Ökologisches Trassenmanagement unter Stromleitungen – ein Beitrag für den Biotopverbund?.

In Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Naturschutz und dem Land Rheinland-Pfalz wird erstmals wissenschaftlich untersucht, wie das Management von Trassen ökologischer gestaltet und damit vorhandene Potentiale für die Stärkung des Biotopverbunds und Naturschutzes in Deutschland besser genutzt werden können.

Freileitungen vom Bewuchs freihalten

Als Betreiber von bundesweit 7 900 km Hochspannungsleitungen sind DB Energie und DB Umwelt an dem Projekt beteiligt. Aus Sicherheitsgründe nmüssen die Freileitungen vom Bewuchs freigehalten werden. Das Ergebnis sind breite, kahle Schneisen im Wald und ein zerstörter Lebensraum von Tier- und Pflanzenarten. Als Alternative werden schnell wachsende Gehölze, etwa Birke und Pappel, als potentielle Gefahrenpunkte gezielt entnommen, um eine stabile und strukturreiche Vegetation aus Erika, Heidelbeeren, Ginster und gestaffeltem Gebüsch am Rand zu entwickeln. Aus trennenden Schneisen entsteht im Laufe der Jahre ein artenreicher Korridor als verbindendes Biotop.

Vogelschutz

Bereits seit 2011 beschreibt eine VDE-Anwendungsregel wirkungsvolle Maßnahmen gegen Stromschlag an Mittelspannungs-Freileitungen (VDE-AR-N 4210-11), an der auch der NABU maßgeblich mitgewirkt hat. Die Empfehlungen, wie sich Kollisionen von Vögeln mit Hoch- und Höchstspannungsfreileitungen vermeiden lassen, ergänzen diese nun. Beide Unterlagen zusammen verbessern den Vogelschutz.

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