Elektrische Bahnen
Die Anzahl der Todesfälle bei Bahnunfällen ist seit Jahren rückgängig. (Quelle: UIC)

UIC: Jahresbericht zu Bahnunfällen 2016 liegt vor

Der Internationale Eisenbahnverband (UIC) hat den Jahresbericht über Bahnunfälle in Europa veröffentlicht. In allen Bereichen des Bahnbetriebs verringerte sich die Anzahl der Todesfälle.

(Quelle: UIC)

Im Rahmen der UIC-Sicherheitsdatenbank werden seit 2001 Unfalldaten gesammelt. Mittlerweile enthält sie Informationen aus 22 europäischen UIC-Bahnen. Die von der UIC-Abteilung Sicherheit verwaltete Datenbank enthält nicht nur Unfallstatistiken, sondern auch aufschlussreiche Informationen über Ursachen, Umstände und Auswirkungen der Unfälle.

Die Bahn ist das sicherste Landverkehrsmittel, dessen Sicherheit ständig weiter verbessert wird. Dank der durch die Mitglieder der UIC -Sicherheitsdatenbank getroffenen Verbesserungsmaßnahmen in allen Bereichen des Bahnbetriebs verringerte sich die Anzahl der Todesfälle um 14% im Vergleich zu 2014 und um 32% im Vergleich zu 2006.

(Quelle: UIC)

80% der Unfälle sind auf externe Ursachen zurückzuführen. Die meisten Unfälle wurden durch Unbefugte und Bahnübergangsbenutzer verursacht. Nur 20% der in der UIC-Sicherheitsdatenbank gepeicherten signifikanten Unfälle gehen effektiv zu Lasten interner Ursachen und sind auf technisches, organisatorisches oder menschliches Versagen im Bahnbetriebssystem, einschließlich Reisende und andere Nutzer der Bahn, zurückzuführen.

Unbefugtes Betreten als Ursache Nummer eins

Aus der Graphik geht hervor, dass jeder 20ste Todesfall 2015 ein Fahrgast oder Bahnmitarbeiter ist und die anderen 19 jeweils Dritte, zum Großteil Unbefugte (d.h. Personen, die sich unerlaubt auf dem Bahngelände befinden) und Bahnübergangsbenutzer (d.h. Personen, die Bahnübergä nge mit einem Verkehrsmittel oder zu Fuß überqueren). Bemerkenswert ist insbesondere, dass im Zeitraum 2014-2015 Zugkollisionen und Entgleisungen nur zu einem einzigen Todesfall (eines Triebfahrzeugführers) geführt haben.

Seit letztem Jahr enthält der Bericht den neuen Global Safety Index (GSI). Der GSI zeigt mehr als nur die Anzahl der Ereignisse: Jeder Unfall wird nach seiner Art, der Anzahl und Art der Opfer und Verantwortlichkeit gewichtet. Somit ergibt sich ein allgemeiner Sicherheitstrend, der nicht übermäßig durch seltene und vereinzelt vorkommende sehr gravierende Unfälle beeinflusst wird.

Der GSI zeigt, dass sich der positive Tend bei den Unfällen in Europa fortsetzt. Die zahlreichen Initiativen im Bereich Sicherheit der 22 Mitglieder der UIC-Sicherheitsdatenbank tragen Früchte.

Der Sicherheitsbericht 2016 der UIC kann mit folgendem Link heruntergeladen werden: http://safetydb.uic.org/

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