Elektrische Bahnen
Die störungsfreien Energieversorgung über eine komplexe Oberleitungsanlage, die von Spitzke geplant und errichtet wurde wurde überprüft. (Symbolbild Quelle: Werner Neunherz/pixelio.de)

Spitzke errichtet Oberleitungsanlage zwischen Coburg und Ilmenau

Bis Mitte November führte die Deutschen Bahn AG auf diesem Abschnitt der neuen Hochgeschwindigkeitsstrecke Nürnberg-Erfurt, Los Mitte des Projekts VDE 8.1, Hochtastfahrten in verschiedenen Geschwindigkeitsstufen durch. Mit diesen erfolgte u. a. die Überprüfung der störungsfreien Energieversorgung über eine komplexe Oberleitungsanlage, die von Spitzke geplant und errichtet wurde.

Mit einer Geschwindigkeit von 330 km/h rauschte der ICE über die nordöstlich von Coburg, im Thüringer Wald gelegene Talbrücke Froschgrundsee. Für die rund 800 m Länge des Bauwerks benötigte er nur wenige Sekunden.

Dafür haben die Monteure des UB Ausrüstung/Elektrotechnik zum ersten Mal in der Unternehmensgeschichte die Hochgeschwindigkeits-Oberleitung Re330 errichtet.

Die Ergebnisse der Hochtastfahrten zeigen bisher, dass diese komplizierte Aufgabe bewältigt werden konnte. Selbst bei 330 km/h liegt der Fahrdraht millimetergenau in der Lage, um den ICE unterbrechungsfrei mit Strom zu versorgen. Lediglich an zwei Punkten auf dem rund 44 km langen Streckenabschnitt musste nachreguliert werden, hier lag der Fahrdraht um nur etwa 0,8 cm zu tief. Unter Spitzke-Mitwirkung ist nun etwas Wirklichkeit geworden, das vor Jahren nicht absehbar war: der gleisgebundene Lückenschluss zwischen Thüringen und Bayern und der Ausbau der Mittelachse des Transeuropäischen Schienenverkehrsnetzes, von Skandinavien bis nach Italien.

Hochgeschwindigkeits-Oberleitung Re330 zum ersten Mal errichtet

In etwas mehr als drei Jahren mussten rund 123 km Fahrdraht der Hochgeschwindigkeitsoberleitung Re330 auf 44 Kilometern und 14 Brücken sowie in 12 Tunneln gezogen werden. Dafür wurden 2.000 spezielle Ausleger zur Aufhängung individuell eingemessen, berechnet, in einer Fertigungslinie hergestellt und anschließend montiert. Auf den Brücken erfolgten die Montagen von insgesamt 144 Rollenstützpunkten und 86 Laschenstützpunkten, um die temperaturbedingten Längenänderungen der Brückenüberbauten auszugleichen. Für die Einhaltung des geplanten Endtermins wurden die Arbeiten auch bei widrigen Witterungsbedingungen durchgeführt, die im Thüringer Wald keine Seltenheit sind.SPITZKE kann als Systemlieferant für Bahninfrastruktur auch für Oberleitungsprojekte der Fernbahn und Hochgeschwindigkeitsstrecken von der Planung über Gründung, Maststellarbeiten, Bahnerdung, OSE, Fahrleitungsmontage und Logistik bis zur schlüsselfertigen Übergabe sämtliche Arbeitsschritte durchführen. (Spitzke)

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