Elektrische Bahnen
Heute wird mit dem Spatenstich der Grundstein für den Ausbau der Strecke Emmerich-Oberhausen gelegt. Sie ist Teil der Verbindung Rotterdam-Genua. (Quelle: DB Netze)

Spatenstich für europäischen Güterverkehrskorridor zwischen Rotterdam und Genua

Für die Ausbaustrecke Emmerich-Oberhausen erfolgt heute der Spatenstich. Die Strecke ist Teil des europäischen Güterverkehrskorridors zwischen Rotterdam und Genua.

Bahnvorstand Ronald Pofalla, Enak Ferlemann, parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesverkehrsminister, und NRW-Landesminister Groschek eröffnen heute den Ausbau der Bahnstrecke Grenze Deutschland / Niederlande – Emmerich – Oberhausen.

Die Stecke führt weiter über Köln, Karlsruhe und Basel durch den neuen Gotthardt-Tunnel bis nach Norditalien.

Das Projekt umfasst insbesondere den Bau eines dritten Gleises. Mit dem Ausbau werden zudem Bahnübergänge ersetzt und die Strecke mit dem Zugbeeinflussungssystem ETCS ausgerüstet. Lärmschutzmaßnahmen entlasten die Anwohner: Entlang der Strecke entstehen Schallschutzwände auf einer Länge von rund 75 Kilometern.  

Verbindung aus den Niederlanden nach Italien

Allein der Bund investiert in den Ausbau 750 Millionen Euro. In den kommenden Jahren werden insgesamt rund 1,5 Milliarden Euro in den Ausbau der rund 73 Kilometer langen Strecke investiert. Der Bundesanteil beträgt rund 750 Millionen Euro, davon rund 51 Millionen Euro Fördermittel für die Transeuropäischen Netze (TEN). Das Land Nordrhein-Westfalen trägt 450 Millionen Euro. Die verbleibende Summe wird anteilig von Bahn und Dritten übernommen.

Die Magistrale Rotterdam–Köln–Basel–Mailand–Genua ist eine der bedeutendsten europäischen Güterverkehrsachsen: Die 1.300 Kilometer lange Strecke führt von den großen Nordseehäfen zu der norditalienischen Mittelmeerküste und verbindet dabei wichtige Industriestandorte der Niederlande, Deutschlands, der Schweiz und Italiens. Aufgrund ihrer besonderen wirtschaftlichen Bedeutung ist die Strecke Rotterdam–Genua ein durch die EU-Verkehrspolitik definierter TEN-Korridor, wobei TEN für Transeuropäische Netze steht.

Digitale Planung mit BIM

Die Ausbaustrecke Emmerich-Oberhausen gehört zu insgesamt 13 Schienen-Pilotprojekten in Deutschland, bei denen das digitale Planen und Bauen („Building Information Modeling“, BIM) angewendet wird. Ziel ist es, schneller, besser und günstiger zu bauen. Vorteile sind u.a. die Synchronisierung von Daten, die Vernetzung der Projektbeteiligten und das Planen in fünf Dimensionen - inklusive Terminen und Kosten. Der Bund investiert in die 13 Pilotprojekte rund 20 Millionen Euro. (kfg)

Verwandte Themen
Aufarbeitung der Rheintalsperre beschlossen weiter
Im Sortimo Innovationspark Zusmarshausen entsteht Deutschlands größter und innovativster... weiter
DB will mit "ioki" On-Demand-Mobilität und autonomes Fahren in den öffentlichen Verkehr... weiter
Allianz pro Schiene: Bundesländer-Vergleich zum Elektrifizierungsgrad zeigt große Lücken weiter
Major rail industry conference on cyber security: Need for closer cooperation weiter
Einnahmenrekord im öffentlichen Personennahverkehr im Jahr 2016 weiter