Elektrische Bahnen
Premierenfahrt auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke Berlin - München: DB-Chef Dr. Richard Lutz macht ein Selfie aus dem Führerstand auf die Maintalbrücke. (Foto: DB AG/Lang).

Premierenfahrt des ICE T: Berlin-München in weniger als 4 Stunden

Exakt ein halbes Jahr vor der Eröffnung der Neubaustrecke Erfurt–Ebensfeld hat Dr. Richard Lutz, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn, die Premierenfahrt unternommen. In 177 Tagen ist es dann für alle Fahrgäste soweit: Die Strecke Berlin - München dauert nicht einmal mehr vier Stunden.

Ein ICE T passierte auf der 107 Kilometer langen Strecke durch den Thüringer Wald 22 Tunnel und 29 Talbrücken. Die Fahrt bedurfte zu diesem Zeitpunkt noch einer behördlichen Sondergenehmigung.

Dr. Richard Lutz: „Bei dieser Strecke komme ich ins Schwärmen. So schnell und komfortabel kommt man künftig nur mit dem Zug von Berlin nach München, und zwar im ICE-Sprinter von City zu City unter vier Stunden. Rund 17 Millionen Einwohner und damit potentielle Kunden werden direkt oder indirekt von diesem Projekt der Superlative profitieren. Das ist die größte Angebotsverbesserung in der Geschichte der Deutschen Bahn. Und wir zeigen: Wir können Großprojekte. Der 10-Milliarden-Euro-Bau liegt exakt im Zeit- und Kostenrahmen!“

Neubaustrecke Erfurt–Ebensfeld im Testbetrieb

Bereits 2006 ging die Ausbaustrecke Berlin–Halle/Leipzig für eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h in Betrieb. 2015 kam die Neubaustrecke Halle/Leipzig–Erfurt dazu, auf der Geschwindigkeiten bis zu 300 km/h möglich sind. Parallel zum Bau der VDE 8-Strecke (Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 8) werden die Eisenbahnknoten Halle, Leipzig und Erfurt umfangreich ausgebaut.

Auf der Neubaustrecke Erfurt–Ebensfeld läuft derzeit der Testbetrieb. Dazu gehören auch die Anpassungen von Infrastruktur und Zügen an das hochmoderne europäische Zugbeeinflussungssystem ETCS (European Train Control System).

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