Elektrische Bahnen
CRRC; Hochgeschwindigkeitszüge
Die chinesische Holding CRRC baut mit großem Erfolg Züge für das In- und Ausland und verhilft China damit an die Spitze der Weltmarktführer bei Hochgeschwindigkeitszügen. (Quelle: CRRC)

China ist Weltmarktführer für Hochgeschwindigkeitszüge

Zwei Drittel aller neu eingesetzten Hochgeschwindigkeitszüge stammen heute aus China. Bei Einführung des dortigen Schnellverkehrs kamen die Züge noch aus Europa und Japan, später wurden sie in Joint Ventures in China gefertigt.

Mitte 2015 haben sich dann, um ihre Wettbewerbsfähigkeit im Ausland zu steigern, die beiden chinesischen Hersteller CNR und CSR 2015 zu China RailwayRolling Stock Corporation Limited (CRRC) zusammengeschlossen; seither werden dort nicht nur Züge für das Inland, sondern mit großem Erfolg auch für den Weltmarkt gebaut.

CRRC drängt auf den Weltmarkt

Eine aktuelle Studie des Hamburger Instituts SCI-Verkehr nennt als Nummer 2 die japanischen Konsortien Kawasaki und Hitachi und Alstom in Frankreich an dritter Stelle. Die übrige Bahnindustrie in Europa mit Siemens, Bombardier, CAF und Talgo muss sich der Studie zufolge rund 10 %der weltweiten Nachfrage teilen. Das Marktvolumen beziffert die Studie auf 9,9 Mrd. EUR/a. Erwartet wird, dass sich die Nachfrage auf dem bisher dynamisch gewachsenen Markt in den nächsten Jahren abschwächt und die Neubeschaffungen bis 2020 um 4 % zurückgehen werden. Ursache sei in der Hauptsache, dass in China zwar weiter neue Schnellfahrstrecken gebaut, jedoch nicht im gleichen Umfang neue Züge beschafft werden. Entsprechend stärker dränge CRRC auf den Weltmarkt und steigert dort den Wettbewerbsdruck auf die übrigen Hersteller. Weiterhin dynamisch entwickeln wird der Studie zufolge das After-Sales-Geschäft, weil Bahnen ohne Erfahrung im Hochgeschwindigkeitsverkehr gern Instandhaltungsverträge mit den Fahrzeugherstellern abschließen und diesen damit ein neues Geschäftsfeld eröffnet haben. Sein Marktvolumen liege heute bei rund 6 Mrd. EUR/a und werde bis 2020 um 9 % wachsen. (kfg)

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