Elektrische Bahnen
TÜV SÜD Danmark ist an zwei Großprojekten in Schweden beteiligt. (Quelle: TÜV SÜD)

TÜV SÜD Danmark unterstützt beim Bau neuer Schienentrassen in Schweden

Beim Bau der schwedischen „Ostlänken“ (Ostverbindung) wird TÜV SÜD Danmark Risiken und Gefahren sowie die Erfüllung der Sicherheitsanforderungen überprüfen.

Noch dieses Jahr beginnt der Bau der ersten Hochgeschwindigkeitsstrecke in Schweden. Sie verbindet dort die drei größten Metropolen Stockholm, Göteborg und Malmö. Bis 2028 soll der erste Bauabschnitt des Milliardenprojekts abgeschlossen sein. TÜV SÜD Danmark ist als Benannte Stelle (Notified Body, NoBo) und unabhängige Bewertungsstelle (Assessment Body, AsBo) eingebunden.

Erste Hochgeschwindigkeitsstrecke in Schweden

„Dass wir den Zuschlag erhalten haben und bei diesem wichtigen Projekt als Prüfunternehmen dabei sein können, freut uns sehr. Damit stärken wir unsere Position als zuverlässiger Partner auf dem skandinavischen Markt“, sagt Lars Brockhoff, Geschäftsführer von TÜV SÜD Danmark. Beim Bau der „Ostlänken“ (Ostverbindung) wird TÜV SÜD Danmark Risiken und Gefahren sowie die Erfüllung der Sicherheitsanforderungen überprüfen. Dies geschieht im Rahmen der sogenannten Common Safety Methods (CSM). Der zweigleisige Streckenabschnitt von Stockholm nach Linköping wird 154 km lang sein und 25 km Tunnelstrecken und 155 Brücken umfassen. Bei Geschwindigkeiten von über 320 km/h wird die Reisezeit zwischen Stockholm und Göteborg nur noch 2 Stunden und 30 Minuten betragen. „Auch wird der Grundstein für die geplante Europabahn-Verbindung zwischen Stockholm und Hamburg gelegt“, ergänzt Lars Brockhoff.

Ost- und Westanbindung: TÜV SÜD Danmark als Prüfpartner

Im Rahmen des „Västlänken“-Projekts (Westanbindung) prüft TÜV SÜD Danmark als Notified Body (NoBo), ob die Voraussetzungen für die Konformität mit den europäischen Vorgaben gegeben sind. Die „Technischen Spezifikationen für die Interoperabilität“ (TSI) sollen Sicherheit und technische Kompatibilität im europäischen Eisenbahnbetrieb gewährleisten. „Das Projekt soll den bestehenden Hauptbahnhof von Göteborg entlasten und die Störungsanfälligkeit des Bahnsystems insgesamt verringern“, sagt Johann Tann, Projektmanager bei TÜV SÜD Danmark und Ansprechpartner für den schwedischen Kunden in Göteborg. Geplant ist eine acht Kilometer lange zweigleisige Strecke, wovon sechs Kilometer unterirdisch verlaufen. Dazu gehört der Bau von drei unterirdischen Stationen. Mit der neuen Strecke sollen Ziele innerhalb von Göteborg und in Westschweden in Zukunft einfacher und schneller erreicht werden. Das komplette Streckennetzwerk soll in 2035 fertig gestellt werden.

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