Elektrische Bahnen
In den Bereichen Fahrzeugvorhaltung und -entwicklung sowie Instandhaltung werden sich die Prozesse in Zukunft maßgeblich verändern. (Quelle: Deutsche Bahn)

Bis 2020 werden alle Fahrzeuge der DB Cargo in Europa fernüberwacht

Das „Asset & Maintenance Digital Lab“ der DB AG im „House of Logistics & Mobility“ (HOLM) nimmt ab sofort seine Arbeit auf. Experten arbeiten an den Automatisierungs- und Digitalisierungsthemen rund um Fahrzeuge und Instandhaltung.

Im Rahmen einer feierlichen Schlüsselübergabe hat gestern Abend der hessische Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung, Tarek Al-Wazir, gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden der DB Cargo AG, Dr. Jürgen Wilder, das „Asset & Maintenance Digital Lab“ der DB AG im „House of Logistics & Mobility“ (HOLM) eingeweiht. Im Lab mit dem Namen „ampulse“ arbeiten IT-Entwickler, Data Scientists, Transformationsexperten wie auch Fachleute von DB Cargo und anderen Bereichen des DB Konzerns an den Automatisierungs- und Digitalisierungsthemen rund um Fahrzeuge und Instandhaltung. Der Schwerpunkt liegt aktuell im Bereich des Schienengüterverkehrs, weitere Projekte des Personenverkehrs und der Fahrzeuginstandhaltung der DB werden folgen.

Flexible und zustandsbezogene Instandhaltung

„Es ist wichtig und richtig, dass sich die DB den Herausforderungen der zunehmenden Digitalisierung stellt, denn die Schiene muss als umweltfreundlicher Verkehrsträger konkurrenzfähig bleiben. Digitale Technologien können erheblich dazu beitragen, ihre Kapazität zu steigern. Im HOLM findet DB Cargo die besten Voraussetzungen, um kreativ an der Zukunftsfähigkeit des Schienengüterverkehrs zu arbeiten“, sagte Minister Al-Wazir.

Aktuell wird an mehreren Innovationsprojekten gearbeitet. In den Bereichen Fahrzeugvorhaltung und -entwicklung sowie Instandhaltung werden sich die Prozesse in Zukunft maßgeblich verändern. So werden zum Beispiel auf der Basis von Daten in Zukunft die Fahrzeuge flexibler und zustandsbezogener instand gehalten. Ermöglicht wird dies durch intelligente Sensoren an den Fahrzeugen, die permanent Zustandsdaten zur Verfügung stellen und somit eine detaillierte Diagnose erlauben. Somit lässt sich die Wartung individuell anpassen, was die Verfügbarkeit und Qualität erhöht und die Kosten senkt.

Sensoren teilen Standort mit

„Als größte Güterbahn in Europa müssen wir eine Vorreiterrolle in der Digitalisierung einnehmen. Nur so bleiben wir auch in Zukunft ein verlässlicher Partner für unsere Kunden. Zusätzlich zu intelligenten Loks wurden schon im letzten Jahr auch erste Güterwagen mit Sensoren ausgestattet, die nicht nur den aktuellen Standort des Wagens anzeigen, sondern auch die Feuchtigkeit oder Temperatur im Inneren messen. Bis 2020 werden wir alle unsere Fahrzeuge in Europa live mittels Diagnosedaten überwachen und damit unsere heutigen Abläufe grundlegend verbessern. Mit der Ansiedelung unseres digitalen Labs im HOLM haben wir dafür einen optimalen Standort gefunden“, sagt Dr. Jürgen Wilder. (kfg)

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