Elektrische Bahnen
Weichenheizung Farchant
Leitungssystem der Weiche Bahnhof Farchant (Foto: S. Graßmann).

Im Test: Erdwärmepumpe für Weichenheizungen

Bei den SBB läuft ein Test zur geothermischen Beheizung zweier Weichen am Bahnhof Eschenbach. Wenn sie rentabel ist, soll diese Methode häufiger angewendet werden.

Von den im SBB-Streckennetz 6800 installierten Weichenheizungen werden 37 % mit Gas und 63 % elektrisch betrieben.

Mit einer Demonstrationsanlage zur geothermischen Heizung zweier Weichen im Bahnhof Eschenbach soll ermittelt werden, ob diese mit den erwarteten 30 % Energieeinsparung eine Alternative zu den vorhandenen Anlagen darstellt.

Demonstrationsanlage zur geothermischen Heizung

Über eine Erdsonde und mit einer Wärmepumpe wird die Energie bereitgestellt. Das Bundesamt für Verkehr (BAV) übernimmt einen Teil der auf 0,45 Mio. CHF veranschlagten Projektkosten des mehrjährigen Versuches.

Außerhalb der Schweiz sind ähnliche Anlagen seit längerer Zeit im Betrieb. Im Rahmen eines deutschlandweiten Pilotprojekts zur Nutzung von oberflächennaher Geothermie betreibt DB Netz auf den Bahnhöfen Sulzbach, Farchant und Vilseck seit 2012 mit Wärmepumpen betriebene Weichenheizungen. Im Bahnhof Farchant an der Strecke München – Garmisch- Partenkirchen ist eine triple.s- Anlage an zwei Einfachweichen 1 : 300 installiert. Die Heizenergie wird aus dem Untergrund und dem Grundwasser über fünf Koaxialsonden in 36 m tiefen Borlöchern gewonnen. Das durch die 13,4 kW Wärmepumpe aufgeheizte Leitungssystem ist entlang der Weichenschienen montiert und fungiert als Wärmetauscher. (sg)

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