Elektrische Bahnen
Die Erzgebirgsbahn rüstet auf den EcoTrain um und demonstriert ein weiterentwickeltes Hybridschienenfahrzeuges auf dieselelektrischer Basis mit alternativen Speicherkonzepten und innovativem Energiemanagement. (Quelle: Bf Zschopau/Fotograf Andreas Schaarschmidt)

Erzgebirgsbahn stellt mit dem EcoTrain auf Hybridtechnik um

Die Deutsche Bahn will ab 2018 auf nicht elektrifizierten Strecken in Sachsen umweltfreundlicher fahren. In einem Pilotprojekt wurde dafür ein Triebwagen der Erzgebirgsbahn mit einem Hybridantrieb ausgerüstet.

Die Zulassung der Technologie soll im kommenden Jahr beantragt werden. Nach dem Prototypen sollen dann 2018 zwölf weitere Triebwagen damit ausgestattet werden, teilte das Umweltministerium mit. So kann die Technik nach der Serienreife für die Baureihe VT 642 auch auf andere Baureihen übertragen und innerhalb des DB Konzerns oder bei anderen Nahverkehrsunternehmen genutzt werden.

EcoTrain soll ein Drittel weniger Diesel verbrauchen

Der neue EcoTrain hat ein intelligentes Energiemanagementsystem das mit dem Fahrerassistenzsystem verbunden ist. Auch Nebenverbraucher, wie zum Beispiel die Klimaanlage, werden in das Gesamt-Energiemanagement eingebunden. Mit den neuen Fahrzeugen hoffen die Betreiber, fast ein Drittel weniger Diesel zu verbrauchen. Außerdem sind die umgerüsteten Triebwagen deutlich leiser. Bei der Ein- und Ausfahrt auf Bahnhöfen soll der Hybridtriebwagen ausschließlich elektrisch fahren. Neben einem Dieselmotor-Generator kommt für den neuen Hybridtriebwagen auch eine Lithium-Ionen-Batterie zum Einsatz, die beim Bremsen teilweise wieder aufgeladen wird. Zudem kann Strom über die Oberleitungen eingespeist werden.

Die Deutsche Bahn und ihre Projektpartner, die TU Chemnitz, TU Dresden und das Fraunhofer Institut Dresden, entwickeln mit dem EcoTrain ein innovatives dieselelektrisches Hybridantriebssystem. Das Prinzip vereinfacht dargestellt: Ein Generator wandelt die beim Bremsen und Anfahren erzeugte kinetische Energie in elektrische Energie um. Diese wiederum wird in Li-Ionen-Akkus zwischengespeichert und steht für einen zeitweise elektrischen Antrieb des Fahrzeuges zur Verfügung. Dadurch erfüllt der Zug hohe ökologische Ansprüche. (Quelle: MDR, tag24, DB Regio, kfg)

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