Elektrische Bahnen
Beim letzten Sturm hat es zum Teil unverhältnismäßig lange gedauert, bis die Bahn Strecken wieder freigegeben hat. (Quelle: Pixabay.de)

Unwetterschäden: Verkehrsministerien der Länder fordern Vorsorge- und Informationskonzept zu Stürmen

Um bei künftigen Stürmen und anderen Unwettern besser gerüstet zu sein, fordern die Verkehrsminister der Länder von der Deutschen Bahn AG sowohl ein klares Konzept zur besseren Vorsorge als auch zur besseren Information der Reisenden.

Wie Verkehrs-Staatssekretär Dr. Thilo Rohlfs zum Abschluss der Verkehrsministerkonferenz in Wolfsburg sagte, hätten die Ressortchefs der Länder einem entsprechenden Antrag aus Schleswig-Holstein einstimmig zugestimmt.

"Die Sperrungen wegen defekter Oberleitungen und umgestürzter Bäume nach den letzten drei Herbststürmen haben einmal mehr deutlich gemacht, wie empfindlich die Infrastruktur der Bahn ist. Darum erbitten wir von der DB Netz ein Konzept, wie sie sich künftig wetterfester aufstellen und zugleich zügiger Schäden beseitigen will. Außerdem erwarten wir, dass die Bahn ihre betroffenen Kunden in solchen Fällen im Rahmen eines verbesserten Krisenmanagements auch schneller und besser informiert – beispielsweise verstärkt über die sozialen Medien"", sagte Rohlfs. Zur besseren Vorsorge gehöre vor allem ein rechtzeitiger Grünschnitt entlang der Strecken.

Schnellere Reaktionen und einfachere Verfahrensabläufe

Wie der Staatssekretär weiter sagte, habe es nach dem letzten Sturm zum Teil auch unverhältnismäßig lange gedauert, bis die Bahn Strecken wieder freigegeben habe. Das Sturmtief "Xavier" sei beispielsweise im Wesentlichen über die Ostfriesischen Inseln, Hamburg, über Mecklenburg-Vorpommern nach Brandenburg und Berlin gezogen. An der schleswig-holsteinischen Ostseeküste oder auf Sylt hingegen war die Lage weitgehend ruhig – dennoch hätten im gesamten ganzen Norden erst einmal alle Züge still gestanden. Rohlfs: "Hier erwarten wir von der DB Netz schnellere Reaktionen und einfachere Verfahrensabläufe."

Sperrungen und Zugausfälle

Mit Blick auf künftige alternative Antriebsformen im ÖPNV sprach sich Rohlfs mit seinem rheinland-pfälzischen Kollegen Andy Becht (FDP) dafür aus, den ländlichen Raum bei der Schaffung moderner Mobilität nicht zu benachteiligen. "Natürlich lastet der Innovationsdruck schon allein aufgrund anhängiger Verfahren – wie jetzt in Kiel – zunächst auf Regionen mit hoher Schadstoffbelastung, in einem zweiten Schritt müssen wir aber über Bundesförderungen zu breiten Flottenmodernisierung im ÖPNV kommen", sagte Rohlfs.

Verwandte Themen
TX Logistik und Mercitalia-Gruppe investieren in der Schweiz weiter
Schnellfahrstrecke Berlin - München in Betrieb genommen weiter
Neues Signalsteuerungssystem von Alstom für Hochgeschwindigkeitszüge weiter
Nach Modernisierung: Strecke Berlin-Dresden geht pünktlich wieder ans Netz weiter
Schweiz: Weitere Fortschritte bei der Verlagerung des Güterverkehrs durch die Alpen weiter
Strecke Baku – Tiflis – Kars eingeweiht weiter