Elektrische Bahnen
Die Eisenbahnstrecke zwischen Hof und Regensburg soll modernisiert werden. Dazu wurde nun eine Resolution verfasst, in der Lärmschutzmaßnahmen sowie eine Elektrifizierung der Strecke für eine verbesserte Anbindung an den Schienenpersonenfernverkehr gefordert wurden. (Quelle: bernswaelz/Pixabay.com)

Konkrete Argumentationsgrundlage für die Elektrifizierung der Strecke Hof-Regensburg

Die Elektrifizierung der Bahnstrecke von Hof bis Regensburg wird seit Jahrzehnten gefordert. Jetzt gibt es mit der sogenannten "Ostbayernresolution" eine Argumentationsgrundlage für Verhandlungen in den Gremien des Bundestages und mit dem Eisenbahnbundesamt.

Die sogenannte Ostbayernresolution hat federführend der Weidener CSU-Bundesabgeordnete Albert Rupprecht verfasst, mitgestaltet haben vor allem aber Bürger vom "Forum Bahnlärm Güterkorridor Naabtal 21" aus Altenstadt an der Waldnaab und sämtliche Kommunalpolitiker von Regensburg bis Röslau. Sie begrüßen allesamt die Modernisierung und Ertüchtigung der Strecke, fordern aber gleichzeitig Lärmschutz für die Anlieger. Zudem fordern sie eine gute Anbindung an den Personenfernverkehr. "Wir wollen nicht nur, dass Güterzüge durch unsere Region gehen. Auch wir wollen besser angebunden werden", sagte Albert Rupprecht.

Lärmschutzfrage noch nicht abschließend geklärt

Die Elektrifizierung der Bahnstraße von Regensburg nach Hof sei so umzusetzen, dass sie der Region nutze und keinem Menschen schade, sagt Bundestagsabgeordneter Uli Grötsch (SPD). Die Modernisierung der Strecke, aber auch der nötige Lärmschutz bewegten seit Jahren die Menschen. Mit der befürchteten intensiven Nutzung der Strecke als Güterverkehrsmagistrale komme die Realität in der Region an. Der Bundestagsabgeordnete verwies auf die starken Hoffnungen, die mit der Ostbayernresolution verbunden seien. Und er musste eingestehen, dass der Beschluss des Deutschen Bundestages vom 26. Januar 2016 mit dem Titel "Menschen- und umweltgerechte Realisierung europäischer Schienennetze" noch nicht in ein entsprechendes Gesetz gegossen sei.

Hier hakte Hanft ein: "Wir freuen uns, dass die Elektrifizierung der Strecke im Bundesverkehrswegeplan 2030 enthalten ist. Wir verstehen die Nöte und Sorgen der Menschen." Aber: Die Bahn baue entsprechend der geltenden Gesetze. Und die sähen eben bisher keine großartigen Lärmschutzmaßnahmen vor. "Wir sind an das gehalten, was das Gesetz vorgibt. Das werden wir auch tun. Es gibt zwar den Bundestagsbeschluss, aber der ist nicht Gesetz." Die Elektrifizierung einer Strecke allein müsse nicht automatisch zu einem besseren Lärmschutz führen.

Hoffen auf Ostbayernresolution

Dennoch: Diese gemeinsame Erklärung schaffe Gewicht in den Verhandlungen, sind sich Andreas Meier, CSU-Landrat im Kreis Neustadt an der Waldnaab, Rupprecht und Weidens Oberbürgermeister Kurt Seggewiß (SPD) einig. Die sogenannte Ostbayernresolution soll jetzt in sämtliche politische Gremien in der Oberpfalz und in Teilen Oberfrankens eingebracht, beraten und voraussichtlich beschlossen werden. "Bei dem Thema haben wir alle das gleiche Interesse", sagte Landrat Meier.

Am Freitagnachmittag kam erneut Ronald Pofalla, Vorstandsmitglied der Deutschen Bahn AG, nach Rothenstadt bei Weiden, um sich vor Ort zu informieren und mit den Politikern und Anliegern zu diskutieren. Die Gesetzesentwürfe zum Bundesverkehrswegeplan 2030 werden derzeit in den Gremien des Deutschen Bundestages diskutiert. Sie sollen laut MdB Rupprecht noch in diesem Jahr beschlossen werden. (Quelle: BR/Onetz.de/kfg)

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