Elektrische Bahnen
BIM; Digitalisierung; Bauen 4.0
Die ersten Ergebnisse des Stufenplans zur Digitalisierung von Verkehrsinfrastrukturprojekten sollen im Rahmen des 2. Zukunftsforums vorgestellt und ein Ausblick auf die weiteren Schritte bei der BIM-Implementierung gegeben werden. (Quelle: geralt/pixabay.com)

Digitale Planungsmethoden für Verkehrsinfrastrukturprojekte immer wichtiger

Bundesminister Alexander Dobrindt hat einen Masterplan Bauen 4.0 vorgelegt, um den Einsatz der digitalen Planungsmethode Building Information Modeling (BIM) bei Projekten der Verkehrsinfrastruktur voranzutreiben

Anlass für die Vorstellung des Masterplans ist das zweite Zukunftsforum zur Digitalisierung des Bauens im BMVI am 24.1. – mit rund 350 Experten aus Bauwirtschaft, Wissenschaft und Technik.  

Dobrindt äußert hierzu: „Mit BIM lassen sich Dauer, Kosten und Risiken großer Bauprojekte in erheblichem Umfang reduzieren. Unser Ziel ist es, Innovationsführer beim digitalen Bauen zu werden. In Zukunft soll in Deutschland der klare Grundsatz gelten: Erst digital, dann real bauen. Mein Ministerium geht dabei voran: Wir machen BIM bis 2020 zum Standard bei neuen Verkehrsinfrastrukturprojekten.“

Wie sich BIM in der Bahnbranche umseten lässt, lesen Sie hier.

Der Masterplan Bauen 4.0 umfasst fünf Punkte:

  1. Erprobung von BIM auf allen Verkehrsträgern: Das BMVI startet 20 weitere BIM-Pilotprojekte auf Schiene, Straße und Wasserstraße und investiert dafür insgesamt 30 Millionen Euro.   
  2. Pilotprojekte zum Einsatz von Drohnen: Unbemannte Flugsysteme können Baufelder deutlich präziser, schneller und kostensicherer vermessen als herkömmliche Methoden. Dies soll in neuen Projekten erprobt und in den BIM-Standard für 2020 aufgenommen werden.  
  3. Start einer BIM-Cloud: Die Verfügbarkeit von Daten zu Eigenschaften von Materialien kann das digitale Bauen massiv beschleunigen. Diese Daten sollen in einer BIM-Cloud bereitgestellt werden.  
  4. Einrichtung eines nationalen BIM-Kompetenzzentrums. Um die Umsetzung von BIM in allen Bereichen weiter voranzutreiben, sollen die Erkenntnisse und Erfahrungen zum Einsatz der digitalen Planungsmethode in einer neuen, zentralen Anlaufstelle gebündelt werden.  
  5. Gründung eines Construction Cluster. Wertschöpfung entsteht dort, wo Innovationen entwickelt, erprobt und eingesetzt werden. Ein BIM-Exzellenzcluster soll deshalb einen funktionierenden Wissenstransfer zwischen Hochschulen und Wirtschaft gewährleisten.
Verwandte Themen
Studie: Verstärkter Wettbewerb durch SPNV-Regionalisierung weiter
Mädchen in MINT-Fächern
Heute ist "Internationaler Tag von Frauen in Ingenieurberufen" weiter
Unternehmenschronik erschienen: 125 Jahre Nahverkehr in Hannover weiter
Allianz pro Schiene: Siemens stellt neuen Förderkreissprecher weiter
in sechs Schritten zur Verkehrswende
VDV: Sechs Schritte für die Verkehrswende weiter
Verkehrspolitik gefährdet Klimaschutz
Traurige CO2-Bilanz: Verkehrspolitik gefährdet Klimaschutz weiter