Elektrische Bahnen
CENELEC-SIL-4-Steuerungen von HIMA
CENELEC-SIL-4-Steuerungen von HIMA gewährleisten maximale Sicherheit und Verfügbarkeit an schienengleichen Bahnübergängen. (Quelle: HIMA)

Schlanke Sicherheitstechnik für dezentrale Stellwerks- und Signaltechnik

HIMA bringt schlanke seriengefertigte SIL-4-Sicherheitssteuerungen für dezentrale Stellwerks- und Signaltechnik auf den Markt.

HIMax-Steuerung
HIMax-Steuerungen bieten Redundanz zur Gewährleistung einer maximalen Verfügbarkeit im Schienenverkehr. (Quelle: HIMA Paul Hildebrandt GmbH)

Auf der Rail Tech Europe in Utrecht in den Niederlanden hat HIMA die seriengefertigten (Commercial Off-The-Shelf, COTS) HIMax und HIMatrix-Sicherheitssteuerungen vorgestellt.

Dank CENELEC-SIL-4-Zulassung, offener Schnittstellen und einem Standardbetriebssystem können diese Steuerungen flexibel im Schienenverkehr eingesetzt werden. Schlanke Lösungen auf der Grundlage von in großen Stückzahlen hergestellten, serienmäßigen Steuerungen sind wesentlich kostengünstiger als herkömmliche Schienenverkehrstechnik. Sie konzentrieren sich auf das Wesentliche: Sicherheit.

CENELEC-SIL-4-Steuerungen von HIMA

Systemintegratoren, Hersteller von Schienenfahrzeugen und Bahngesellschaften können die seriengefertigten Steuerungen von HIMA zur unkomplizierten Realisierung ihrer Sicherheitslösungen einsetzen, z. B. für Verriegelungen, schienengleiche Bahnübergänge oder Schienenfahrzeuge. Verriegelungssystem auf Basis der seriengefertigten HIMax- und HIMatrix-Sicherheitssteuerungen bieten hierfür eine schlanke Lösung.

Die CENELEC-SIL-4-Steuerungen von HIMA gewährleisten maximale Sicherheit und Verfügbarkeit an schienengleichen Bahnübergängen, sowohl an Fernverkehrs- als auch an Regionalstrecken, und darüber hinaus auch in industriellen Anwendungen und im Nahverkehr.

Serienfertigung als Branchenstandard

„Seriengefertigte Sicherheitssteuerungen werden immer mehr zum Branchenstandard. Insbesondere für Verriegelungen und Signaltechnik bieten solche Steuerungen erhebliche Vorteile gegenüber proprietären Technologien“, erläutert Sedat Sezgün, Leiter Schienenverkehrstechnik bei HIMA. „Unsere Steuerungen für den Schienenverkehr bieten maximale Sicherheit und ermöglichen eine dezentrale „intelligente" Verriegelungs- und Signaltechnik zu relativ günstigen Kosten. Gleichzeitig werden überflüssige Funktionen, wie sie bei einem Zentralsystem vorhanden sind, vermieden. Angesichts geringerer Kosten und höherer Flexibilität werden solche schlanken Lösungen langfristig erste Wahl werden.“

Ohne Schnickschnack

Moderne elektronische Verriegelungssysteme haben zahlreiche Funktionen, die nicht sicherheitsrelevant sind, aber die Kosten in die Höhe treiben. Idealerweise sollten Verriegelungssysteme lediglich Weichen stellen und einen sicheren Betrieb gewährleisten. Ihre Aufgabe ist es, Änderungen in der Weichenposition zu erkennen und ein Signal „Gleis frei/nicht frei" auszugeben. Diese schlanke Funktionalität wird durch die seriengefertigten, schwingungs- und stoßresistenten HIMatrix- und HIMax-Sicherheitssteuerungen gewährleistet, die auch in Ausführungen für einen erweiterten Temperaturbereich angeboten werden. Die Steuerungen erfüllen dabei die Anforderungen der EN 61373 Kategorie 1 Klasse B.

Zertifikat vom TÜV

Beide Systeme wurden vom TÜV entsprechend den CENELEC-Standards EN 50126, EN 50128 und EN 50129 für den Einsatz bis zur höchsten Sicherheitsstufe SIL 4 zertifiziert. HIMatrix-Systeme eignen sich für Anwendungen, bei denen keine Redundanz erforderlich ist. Die redundanten HIMax-Systeme sind für den Einsatz in großen Bahnhöfen oder Verkehrsknotenpunkten vorgesehen. Außerdem verfügen diese Systeme über offene Schnittstellen und ein Standardbetriebssystem, so dass Schieneninfrastrukturgesellschaften alle Vorteile einer größeren Flexibilität und eines zukunftsfähigen Designs nutzen können. (kfg)

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