Elektrische Bahnen
Rieder, Lärmschutz, Gefahren
Rieder 360°: Die niedrige Lärmschutzwand ermöglicht freie Sicht auf Natur aber auch Gefahren nebem dem Gleis.

Niedrige Lärmschutzwand für freie Sicht von Rieder Betonwerke

Das neue Produkt Rieder 360° ist eine niedrige Lärmschutzwand, die zwischen Gleis und Mastgasse passt und dadurch unmittelbar an der Bahnverkehrslärmquelle Schiene wirkt.

Deshalb hat sie trotz geringerer Höhe eine sehr gute Abschirmwirkung mit –16 dB in Absorptionsklasse A4. Ihr Vorteil ist die freie Rundumsicht auf Landschaft, Städte und Umgebung, sowohl für Anwohner als auch für Bahnreisende. Die Wände bestehen aus massiven Betontragschalen mit gleisseitig offenporiger Holzbetonschicht, wodurch der Schall nicht reflektiert wird wie bei harten geschlossenen Oberflächen aus Aluminium, Glas, Stahl oder Stein. Das Sortiment umfasst Absorberstärken von 4 cm bis 16 cm, unterschiedliche Wandformen und Absorberkörper für die Absorptionsklassen A2 bis A5. Die Schalen haben dank hoher Rohdichte bis –47 dB Dämmung gegen Schalldurchgang. Ausgangsmaterial sind zu 100 % heimische Weichspäne, wie sie bei der Holzverarbeitung anfallen. Diese werden mit Mineralstoffen, Zement und Wasser ummantelt und dadurch witterungs- und brandbeständig. Anschließend wird die Masse in einem aufwändigen Prozess zu Absorberkörpern geformt.

Lärmsanierung im Bestand

Die Elemente können direkt vom Gleis mittels Gleisbagger zwischen die Stahlprofile eingefädelt und ohne großen Aufwand wieder demontiert werden. Alternativ können sie auch ohne weitere Gründung unmittelbar auf einem Planum aufgestellt werden. Durch die gleisnahe Aufstellung eignet sich das System besonders für die Lärmsanierung bestehender Bahnstrecken mit engen Platzverhältnissen. Erste Projekte wurden im Sommer 2014 in Zusammenarbeit mit der DB in Burghausen und in Passau realisiert. Die doppelseitige Montage entlang einer 1,6 km langen Strecke dauerte nur 18 Stunden. Für Evakuierungen gibt es Trittleitern mit Haltestangen. (kfg)

Verwandte Themen
TIRA-Auswuchtstation
TIRA-Auswuchtstation ist Teil einer neuen Eisenbahnräder-Fertigungslinie weiter
Ceneri-Basistunnel: Einbau der Bahntechnik hat begonnen weiter
Reinigung
Mobility Cleaning Circle: Live-Graffiti-Entfernung an einem Regionalzug weiter
Mehr Abstellgleise für S-Bahn in München-Steinhausen weiter
Netzfahrplan 2018: Nutzung der Schienenwege ist gewährleistet weiter
TechLok
TechLOKs: Siemens und DB Cargo rüsten Bestandslokomotiven der Baureihe 152 um weiter