Elektrische Bahnen
Nach Anpassungen an den Laufflächen der Räder schwanken die Doppelstock-IC-Wagen nicht mehr. (Quelle: Deutsche Bahn)

Ursache des Wankens der IC 2 wird behoben

Um das Wanken der neuen IC-Doppelstockwagen abzustellen, bekommen nun die Laufflächen der Räder ein neues Profil. Bei 7 von 24 Zügen ist bereits ein neues Radprofil aufgedreht worden.

Laut einer dpa-Meldung soll bis Ende 2017 die Federung der Züge außerdem neu eingestellt werden, um den Komfort zu erhöhen. Wie der Hersteller Bombardier mitteilte, wurden die Veränderungen an den Rädern mit Erfolg an zwei Zügen getestet. Ab Frühjahr 2017 werden bei den turnusgemäßen Werkstattstopps der Züge auch die Dämpfer der Federung angepasst. Zuvor war auf einem besonders betroffenen Abschnitt zwischen Leipzig und Halle vorübergehend das Tempo der Züge reduziert worden.

Neben der Linie nach Norddeich pendelt der IC2 derzeit auch auf der Strecke Dresden-Hannover-Köln. Von Ende 2017 an sollen weitere 17 Züge auf den Strecken Stuttgart-Singen-Zürich und Karlsruhe-Stuttgart-Nürnberg zum Einsatz kommen. Auch die vorübergehend bereits befahrene Strecke Köln-Münster-Norddeich sowie die Linie von Köln über Kassel nach Gera sollen später hinzukommen.

Wanken fiel bei Testläufen nicht auf

Als der neue Intercity 2 vor einem Jahr an den Start ging, gab es prompt Klagen von Reisenden über ein unbequemes Wanken des Doppelstock-Zuges, woraufhin Bahn und Hersteller Anpassungen vornehmen mussten.

Zwar wurde der neue Zug ausführlich getestet, ehe er an den Start ging. Da das Wanken aber nur auf 0,2 Prozent der Einsatzstrecke auftrete, und dies nicht bei jeder Witterung, sei es schlicht nicht aufgefallen, erläutert DB-Produktmanager Mathias Semrau. Selbst bei der S-Bahn Dresden wurde das neue Fahrwerk des Zuges testweise eingesetzt - Probleme gab es nicht. Ein Sicherheitsproblem stellt das Wanken, das auf dem längsten Abschnitt eine Minute andauert, laut Unternehmen nicht dar. (dpa/kfg)

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