Elektrische Bahnen
Für einen funktionierenden Wettbewerb auf der Schiene sind Informationen über den Eisenbahnmarkt und die Eisenbahnunternehmen elementar. Daher erhebt die Bundesnetzagentur jährlich Daten und veröffentlicht die daraus gewonnen Erkenntnisse in ihrer Marktuntersuchung. (Quelle: Fotolehrling/pixabay.com)

Mehr Verkehr auf der Schiene: Marktuntersuchung Eisenbahnen 2016 vorgelegt

Eine wachsende Verkehrsleistung konnte im vergangenen Jahr bei allen Verkehrsdiensten beobachtet werden. Im Schienengüterverkehr und im -personennahverkehr wurden neue Höchstwerte erreicht. Zu diesem Ergebnis kommt die Marktuntersuchung Eisenbahnen 2016.

Im Schienengüterverkehr konnten die Wettbewerber ihren Marktanteil an der erbrachten Transportleistung von 36 Prozent im Jahr 2014 auf nunmehr 41 Prozent erhöhen. Auch im Schienenpersonennahverkehr stieg der Wettbewerberanteil von 19 Prozent auf 22 Prozent weiter an. Im Schienenpersonenfernverkehr liegt der Wettbewerberanteil dagegen weiterhin unter einem Prozent. Die Betriebsleistung auf öffentlichen Schienenwegen erreichte einen neuen Höchstwert und stieg von 1,064 Mrd. Trassenkilometern in 2014 auf 1,078 Mrd. Trassenkilometer in 2015.

67 Prozent der Eisenbahnverkehrsunternehmen mit positivem Betriebsergebnis

Wie bereits im Jahr zuvor, veröffentlicht die Bundesnetzagentur in der Publikation "Marktuntersuchung Eisenbahnen 2016" Ergebnisse und Analysen aus der für das Jahr 2015 durchgeführten Markterhebung.

Der Umsatz der Unternehmen im Eisenbahnmarkt stieg im Vergleich zum Vorjahr leicht von 19,0 auf einen neuen Höchstwert von 19,2 Mrd. Euro. Dieser Anstieg resultiert aus Umsatzzuwächsen im Schienenpersonennahverkehr und im Schienengüterverkehr, wohingegen der Umsatz des Schienenpersonenfernverkehrs leicht zurückgegangen ist. Die Eisenbahninfrastrukturunternehmen erzielten im Jahr 2015 insgesamt 6 Mrd. Euro Erlöse aus Nutzungsentgelten. Dies entspricht einer Steigerung von 3,4 Prozent. Für das Jahr 2015 zeigt sich, dass 67 Prozent der Eisenbahnverkehrsunternehmen ein positives Betriebsergebnis aufweisen.

Entgelte für Eisenbahninfrastruktur weiter gestiegen

Die Entgelte, die für die Nutzung von Eisenbahninfrastruktur anfallen, repräsentieren einen bedeutenden Anteil der Gesamtkosten eines Eisenbahnverkehrsunternehmens. Sie sind im Jahr 2015 weiter gestiegen. Insgesamt mussten die Schienengüterverkehrsunternehmen rund 17 Prozent ihres Umsatzes, die Schienenpersonenfernverkehrsunternehmen rund 25 Prozent des Umsatzes und die Schienenpersonennahverkehrsunternehmen circa 39 Prozent ihres Umsatzes für Infrastrukturentgelte aufbringen. Die Studie der Bundesnetzagentur ist unter diesem Link abrufbar. (kfg)

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