Elektrische Bahnen
Rail Baltic
Die tanseuropäische Bahnverbindung verbindet Helsinki – Tallinn – Riga – Kaunas – Warschau und führt weiter bis Berlin. Am 31. Januar 2017 unterzeichneten die Regierungschefs Estlands, Lettlands und Litauens eine Vereinbarung über die Umsetzung. Für den Bau der Trasse wird nun nach deutschem Know-how gesucht.

Know-how-Transfer für Rail Baltica: Vortrag über Markteinstieg deutscher Firmen im Baltikum

Gemeinsam mit dem Verband der deutschen Eisenbahn-Ingenieure (VDEI) und der IHK Nordwestfalen, lädt die Deutsch-Baltische Handelskammer (AHK) am 31. Mai 2017 zu einer Informationsveranstaltung über die baltischen Staaten ein. Gesucht werden deutsche Kooperationspartner, die das nötige Know-how zu baltischen Bahnprojekten beisteuern können.

Die baltischen Staaten investieren massiv in den Ausbau ihrer Schieneninfrastruktur. Derzeit beginnt die Ausschreibungsphase für das 5,2-Milliarden-Euro-Projekt „Rail Baltica“, das größte Verkehrsprojekt in Nordost-Europa.

Rail Baltica: Massiver Ausbau der Schieneninfrastruktur

Mit diesem europäischen TEN-T-Projekt wird die alte Breitspur-Verbindung auf der Strecke Helsinki – Tallinn – Pärnu – Riga – Kaunas – Warschau durch ein modernes Normalspurnetz ersetzt. Die Hochgeschwindigkeitsstrecke von Tallinn bis zur litauisch-polnischen Grenze wird eine Länge von 728 km haben und bietet zahlreiche Geschäftsfelder in jedem der beteiligten Länder.

Know-how gesucht: Elektrifizierung der lettischen Bahnlinien

Estland, Lettland und Litauen bieten daneben auch mit zahlreichen weiteren Schienenprojekten beste Chancen für deutsche Technologieanbieter, Beratungsunternehmen sowie Firmen aus dem Gleisbau. Dazu gehören etwa die Elektrifizierung der lettischen Bahnlinien auf einer Strecke von rund 260 Kilometern mit Gesamt-investitionen von 1,3 Mrd. Euro, Großrenovierungen der Strecken in Estland und der Ausbau von Schienennetzen in Litauen.

Infoveranstaltung am 31. Mai 2017 in Münster

In vielen Feldern fehlt es den baltischen Staaten an eigenem Know-how, so dass deutsche Technologien und die Umsetzung durch deutsche Anbieter gefragt sind. Gemeinsam mit dem Verband der deutschen Eisenbahn-Ingenieure (VDEI) und der IHK Nordwestfalen, lädt die Deutsch-Baltische Handelskammer (AHK) daher am 31. Mai 2017 zu einer Informationsveranstaltung über die baltischen Staaten ein.

Infos zu Verfahren, Voraussetzungen und Rahmenbedingungen für den Markteinstieg

Von estnischer, lettischer und litauischer Seite werden die zuständigen Experten anwesend sein, die in den jeweiligen Ländern die Ausschreibungen betreuen und daher aus erster Hand über Marktentwicklungen und -potenziale berichten können. Daneben informiert die Veranstaltung über die genauen Verfahren, Voraussetzungen und Rahmenbedingungen für den Markteinstieg und –ausbau. Berichte deutscher Unternehmen, die bereits Erfahrungen in den baltischen Staaten gesammelt haben, runden das Programm ab. 

Die Informationsveranstaltung ist Teil des Markterschließungsprogramms des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) und wird mit Bundesmitteln gefördert. Die Veranstaltung findet am Rande der Internationalen Ausstellung für Fahrwerkstechnik iaf in Münster statt. Die Teilnahme kostet 30,00 Euro, inklusive eines Netzwerklunches sowie einer Netzwerkplattform am Nachmittag. Das genaue Programm wird in Kürze bekannt gegeben. (Deutsch-Baltische Handelskammer)

Ansprechpartner und Veranstaltungsort

Ansprechpartner: Jurate Medziuviene, +370 5 212 7933, jurate.medziuviene@ahk-balt.org

Ort: Messe iaf, Münster, Termin: 31.05.2017, 10:00 - 17:00

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