Semmering-Basistunnel zur Hälfte gegraben

Ghega – eine der zwei 2 500 t schweren und 120 m langen Tunnelbohrmaschinen für den Semmering-Basistunnel (Foto: ÖBB/Ebner).

Größer auf Foto klicken!

Semmering-Basistunnel zur Hälfte gegraben

Beim Semmering-Basistunnel, wie auch bei anderen ÖBB-Infrastrukturbaustellen, konnten die Arbeiten unter Beachtung besonderer Sicherheitsmaßnahmen infolge des Coronavirus durchgehend weiterlaufen.

Rechnet man alle Zugänge, Schächte und Verbindungstunnel zusammen, müssen für die zwei 27,3 km langen Hauptröhren 62 Tunnel-km ausgebrochen werden. Nach acht Jahren Bauzeit ist die Hälfte ausgebrochen.

Der Bahnhofsumbau in Mürzzuschlag und das Tunnelportal sind in Arbeit. Die Park & Ride-Anlage wird 2021 fertiggestellt.

Auf der Baustelle Fröschnitzgraben in der Mitte des Tunnels arbeiten sich die Tunnelbohrmaschinen Carl und Ghega durch das Gebirge in Richtung Gloggnitz. Im Fröschnitzgraben haben die Tunnelbohrer mehr als 3 km in den Streckenröhren Richtung Gloggnitz hinter sich gebracht. In Richtung Mürzzuschlag sind vom Fröschnitzgraben ausgehend 3 km ausgebrochen. Diese werden Geologie-bedingt mit der flexibleren Bagger-Spreng-Methode, zyklischer Vortrieb genannt, errichtet. Auf der Tunnelbaustelle Grautschenhof bei Mürzzuschlag wurden mit dieser Methode die zwei Tunnelröhren 1,5 km in beide Richtungen gegraben.

Daten und Fakten:

  • Bauzeit: 2012 bis 2027
  • Strecke: Gloggnitz (Niederösterreich)–Mürzzuschlag (Steiermark)
  • Streckenlänge: 27,3 km, 2 Röhren
  • Entwurfsgeschwindigkeit: 230 km/h
  • Zeitachse:
    – April 2012: Spatenstich
    – Jänner 2014: Baubeginn Tunnelabschnitt Fröschnitzgraben
    – Juli 2015: Baubeginn Tunnelabschnitt Gloggnitz
    – Mai 2016: Baubeginn Tunnelabschnitt Grautschenhof
    – 2027: Fertigstellung

Zum Seitenanfang