RheinCargo steigerte Güterverkehrsleistungen

Die TRAXX 185 349 wurde nach Vorschlägen von Mitarbeitern RheinCargos gestaltet; links davon steht die Grenzenlos Lokomotive (Foto: RheinCargo).

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Umsatz gestiegen – Gewinn gesunken

Mit 151 Mio. Reisenden, 1,9 % mehr als im Vorjahr, hat die Deutsche Bahn (DB) 2019 im Fernverkehr einen neuen Fahrgastrekord erzielt. Es ist der fünfte Anstieg in Folge. Der Gesamtumsatz im Fernverkehr stieg um 6,5 % auf 4,98 Mrd. EUR.

Der bereinigte Umsatz des DB-Konzerns wuchs um 0,9 % auf 44,4 Mrd. EUR. Das operative Ergebnis (EBIT bereinigt) sank gegenüber dem Vorjahr infolge hoher Zukunftsausgaben um 13 % auf 1,8 Mrd. EUR.

Als Anzeichen für eine Verkehrsverlagerung auf die Schiene wird die Steigerung der Reisendenzahl im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) um 1,6 % auf 1,97 Mrd. Fahrgäste angesehen. Mit 41,6 Mrd. Pkm im SPNV und 6,3 Mrd. Pkm im Busverkehr wurde 8,9 Mrd. EUR Umsatz erzielt.

Die Verkehrsleistung im gesamten Schienenpersonenverkehr der DB nahm 2019 gegenüber dem Vorjahr um 0,7 % auf 98,4 Mrd. Pkm zu.

DB Regio konnte 2019 seinen saldierten Auftragsbestand vergrößern. Das heißt: Die von Wettbewerbern für künftige Verkehre gewonnenen Zug-km waren höher als die verlorenen Anteile.

DB Schenker steigerte den Gesamtumsatz 2019 um 0,2 % auf 17,1 Mrd. EUR und erzielte mit 538 Mio. EUR operativen Ergebnis den dritten Rekord in Folge. Mit Ausnahme der Luftfracht, die branchenweit Rückgänge verzeichnete, legten der Landverkehr und das Seefrachtvolumen in der Leistung zu.

Die europäische Nahverkehrstochter DB Arriva erbrachte 12,6 Mrd. Pkm Verkehrsleistung und erzielte einen Gesamtumsatz von 5,4 Mrd. EUR. In einem von starkem Wettbewerb geprägten Umfeld verringerte sich das operative Ergebnis mit 289 Mio. EUR um 3,7 % gegenüber 2018.

Die Verkehrsleistung bei DB Cargo sank um 3,7 % auf 85,0 Mrd. tkm gegenüber dem Vorjahr. Bei einem gleichbleibenden Umsatz von 4,5 Mrd. EUR wurden 308 Mio. EUR negatives EBIT erwirtschaftet. Weil die Nachfrage in konjunkturabhängigen Branchen wie Stahl und Automobil zurückgeht, ist davon auszugehen, dass ein nachhaltiges Wachstum des Schienengüterverkehrs trotz aller Kraftanstrengungen noch Zeit brauchen wird.

Die Betriebsleistung auf dem Schienennetz nahm 2019 um 0,4 % auf 1,1 Mrd. Trassen-km zu. Der Anteil DB-externer Bahnen stieg auf 33,8 %. Der Gesamtumsatz stieg um 2,6 % auf 5,7 Mrd. EUR. Die Betriebslänge beträgt 33 423 km. Davon sind 20 286 km elektrisch betrieben, 62 km mehr als im Vorjahr 2018.

In 2019 vertrieb DB Netze Energie 7 986 GWh Traktionsenergie in den AC- und DC-Netzen, 3,1 % weniger als im Vorjahr. Die durchgeleitete AC-Traktionsenergie sank im gleichen Zeitraum um 0,6 % auf 1 566 GWh. Bei den stationären Energien sank die Abgabe um 17,9 % auf 14 932 GWh. 1 772 Mitarbeiter erwirtschafteten 2,812 Mrd. EUR Umsatz. Das Bahnenergienetz blieb mit 7 936 km konstant, ebenso die Anzahl der AC-Unterwerke mit 187 und der Gleichrichterwerke mit 116.

Die Nettoinvestitionen der DB stiegen gegenüber 2018 um 41 % auf 5,6 Mrd. EUR. Er ist auf grund einer geänderten Bilanzierungsweise nur bedingt mit den Vorjahreszahlen vergleichbar.

Die Nettofinanzschulden entwickelten sich mit 24,2 Mrd. EUR besser als erwartet und blieben unterhalb der mit dem Bund vereinbarten Verschuldungsgrenze.

Der Finanzvorstand sagte, dass es die Aufgabe der DB sei, trotz hoher Investitionen und zusätzlicher Belastungen durch die Corona-Pandemie die finanzielle Stabilität der DB sicherzustellen. Die negativen wirtschaftlichen Auswirkungen sind in ihrer Höhe derzeit nicht absehbar.

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