Fernbahntunnel Frankfurt am Main

Ergebnisse der Machbarkeitsstudie als Grundlage für die weitere Planung (Grafik: DB).

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Fernbahntunnel Frankfurt am Main

Eine vom Bund 2019 beauftragte und jetzt bestätigte Machbarkeitsstudie geht von einer zweigleisigen Tunnelkonstruktion aus, die aus östlicher beziehungsweise westlicher Richtung auf den Frankfurter Hauptbahnhof zuläuft und dort mit vier unterirdischen Gleisen an einen neuen Tiefbahnhof anschließt. Der Fernbahntunnel und der unterirdische Durchgangsbahnhof sind technisch bei einem Kostenrahmen von 3,6 Mrd. EUR realisierbar.

Als beste Variante ging der Südkorridor aus der Untersuchung hervor. Er führt unter der Erde an den Frankfurter Hochhäusern vorbei zum Hauptbahnhof. Der künftige Tunnel lässt sich doppelt an bestehende Bahnstrecken anbinden. Die Züge können die nord- und südmainische Strecke nutzen. Diese Verknüpfung schafft optimale Kapazität für alle Züge in Richtung Hanau. In westlicher Richtung wird der Tunnel an die neue, dritte Niederräder Brücke angebunden. Die unterirdische Station entsteht 35 m unter dem südlichen Teil des Hauptbahnhofs.

Ein Drittel aller Fernverkehrszüge in Deutschland fahren derzeit den Frankfurter Hauptbahnhof an. Pro Tag nutzen 450 000 Pendler und Reisende ihn als Ziel- oder Umsteigebahnhof. Mit täglich 1 250 Zügen des Fern- und Nahverkehrs ist der Frankfurter Hauptbahnhof an seiner Kapazitätsgrenze angelangt. Die vier Bahnsteiggleise des Tiefbahnhofes schaffen Kapazitäten für 250 Fernreisezüge mit maximal zwölf Zügen je Stunde und Richtung und ermöglichen den geplanten Deutschlandtakt.

Planungsende und Baubeginn sind für 203X und die Inbetriebnahme für 204X vorgesehen.

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