Elektrisches Feuerwehrfahrzeug

Elektrisches Lösch- und Hilfeleistungsfahrzeug (eLHF) der Berliner Feuerwehr (Bilder: BFW).

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Elektrisches Feuerwehrfahrzeug

Die Berliner Feuerwehr (BFW) stellte am 28. September 2020 das elektrobetriebene Lösch-und Hilfeleistungsfahrzeug (eLHF) vor. Gefördert und finanziert wird das Projekt durch das Berliner Programm für Nachhaltige Entwicklung (BENE 1213-B4-N) und läuft vom 6.  März 2018 bis zum 31.  Januar 2022. Von den 1,8 Mio. EUR Gesamtbudget stammen 50 % aus dem europäischen Fonds für Regionale Entwicklung, 40 % von der Senatsverwaltung für Umwelt und Verkehr und 10 % von der BFW. Das neue Fahrzeug wird auf den hoch frequentierten Feuerwachen Schöneberg und Suarez sowie der Lehrrettungswache in Mitte jeweils vier Monate lang erprobt.

Der elektrische Batteriespeicher soll die Einsatzfahrten und den Betrieb der gesamten Löschtechnik rein elektrisch sicherstellen. Auf den Feuerwachen werden in der Bereitschaftszeit des Fahrzeugs zwei Schnellladesysteme mit 100 kW Leistung erprobt. Das erste System wird direkt an das öffentliche Stromnetz angeschlossen. Das zweite System ist mit einem Batteriepufferspeicher ausgestattet, welcher die notwendige Hausanschlussleistung auf bis zu 11 kW reduziert. Die geschätzte Ladedauer beträgt 30 min. Die genaue Zeit ist Gegenstand der Erprobung. Dies trifft auch für die Reichweite zu, die mit 300 km geschätzt wird.

Für die Katastrophenschutzfestigkeit wurde das eLHF mit einem Range Extender (Reichweitenverlängerer) ausgestattet. Dieser wird durch einen Dieselmotor dargestellt, der die Nutzung der verfügbaren Katastrophenschutzinfrastruktur über einen 130-l-Dieseltank ermöglicht.

Bei erfolgreichem Projektverlauf ist ab dem Jahr 2022 eine deutliche Ausweitung der LHF-Flotte mit elektrischen Antrieben geplant. Weltweit werden drei eLHF in den Probebetrieb geschickt. Zwei weitere Fahrzeuge ähnlichen Typs erhalten die Brandweer Amsterdam und die Dubai CivilDefence.

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