Abschluss der Übernahme von Bombardier Transportation

Am 29. Januar 2021 gab Alstom den Abschluss der Übernahme von Bombardier Transportation bekannt. Auf Grundlage seiner Alstom in Motion-Strategie sowie der soliden operativen Grundlagen und finanziellen Entwicklung wird Alstom seine Führungsposition auf dem bis 2025 jährlich um 2,3 % wachsenden Bahntechnik-Markt mit diesem Schritt ausbauen. Durch die Integration von Bombardier Transportation baut der Konzern seine globale Reichweite aus und ergänzt sein bestehendes Portfolio um weitere innovative Produkte und Lösungen.

Der erweiterte Konzern hat einen kombinierten Pro-forma-Umsatz von rund 15,7 Mrd. EUR und einen Auftragsbestand von insgesamt 71,1 Mrd. EUR. Er beschäftigt 75 000 Mitarbeiter in weltweit 70 Ländern und kann auf beispiellose Kapazitäten im Bereich der Forschung und Entwicklung zugreifen.

Während Alstom einen festen Kundenstamm in Frankreich, Italien, Spanien, Indien, Südostasien, Nordafrika und Brasilien hat, führt der Zusammenschluss mit Bombardier Transportation zu einer stärkeren Kundennähe in strategischen Märkten wie Großbritannien, Deutschland, den Nordischen Ländern, China und Nordamerika. In Europa und Nordamerika, die 75 % des Gesamtmarktumfangs für OEM ausmachen, ist die Gruppe jetzt stark vertreten.

Alstom bleibt bei seinem Ziel, auf Basis der jährlichen Ergebnisse bis zum vierten oder fünften Jahr Kostensynergien in Höhe von 400 Mio. EUR pro Jahr zu generieren und die Gewinnspanne von Bombardier Transportation mittelfristig wieder auf einen Standardwert zu bringen. Es wird erwartet, dass die Transaktion ab dem 2.  Jahr nach Übernahmestichtag einen zweistelligen Gewinnzuwachs pro Aktie mit sich bringt und Alstoms starkes Bonitätsprofil mit einem Baa2-Rating bewahrt.

CDPQ (Caisse de dépôt et placement du Québec) wird Alstoms Hauptaktionär mit 17,5 % von Alstoms Aktienkapital. Bouygues hält 6 % von Alstoms Aktienkapital.

Kim Thomassin, als Vertreterin für CDPQ, und Serge Godin sind in den Aufsichtsrat von Alstom eingetreten. Benoit Raillard wurde auf Vorschlag von CDPQ vom Alstom-Aufsichtsrat zum Beobachter (censeur) ernannt.

Der Referenzpreis ist mit 5,5 Mrd. EUR festgelegt und befindet sich am unteren Ende der am 16.  September 2020 kommunizierten Spanne von 5,5 Mrd. EUR bis 5,9 Mrd. EUR. Der Verkaufserlös der Übernahme ist auf 4,4 Mrd. EUR festgelegt.

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